RHEINLAND-PFALZ – „Hopfen und Malz, Gott erhalt‘s“
RHEINLAND-PFALZ – „Hopfen und Malz, Gott erhalt‘s“
„Hopfen und Malz, Gott erhalt‘s“. Ein Spruch, den jeder kennt. Aber warum sind die Pflazen und das Getreideextrakt so wichtig? Wir gingen dieser Frage in einer Recherche nach und fanden beeindruckende Wirkungen auf den menschlichen Organismus. Denn immer mehr Menschen beschäftigen sich mit Heil- und Pflanzenkunde, entweder von Haus aus oder da, wo die klassische Medizin an ihre Grenzen kommt.
Die Hopfenpflanze wirkt primär beruhigend, schlaffördernd und entzündungshemmend. Ihre weiblichen Dolden werden oft bei Unruhe, Stress, Schlafstörungen und Wechseljahresbeschwerden eingesetzt. Zudem enthält sie mit Xanthohumol, einem starken Antioxidans. Antioxidantien sind die sogenannten Bodyguards für die Zellen des menschlichen Körpers.
Malz hat vielseitige Wirkungen, je nach Einsatzbereich, ob als Lebensmittel, wie zum Beispiel im Brot oder in Getränken die vom Körper gut aufgenommen werden. Grundsätzlich ist Malz ein getrocknetes und gekeimtes Getreide, bei dem durch den Keimprozess wertvolle Enzyme und Nährstoffe aktiviert werden. Malz wird oft in Form von Malzextrakt oder Malzbier konsumiert. „Das Bier für schwangere Mütter“, heißt es landläufig. Durch den hohen Anteil an Kohlehydraten liefert Malz schnelle Energie und wirkt in Getränken oft isotonic, was besonders nach sportlicher Betätigung hilfreich sein kann. Die enthaltenen Enzyme und Balaststoffe können die Verdauung fördern und eine gesunde Darmflora unterstützen. Malz ist reich an B-Vitaminen, zum Beispiel B6, B12 und Biotin, die wichtig für die Funktion des Nervensystems und den Energiestoffwechsel sind.
In Rheinland-Pfalz werden jährlich etwa 30 bis 40 Tonnen Hopfen geerntet. Für einen Liter Bier werden lediglich ein bis vier Gramm Hopfen benötigt. Der Anbau ist fast ausschließlich auf einen Betrieb in der Eifel konzentriert. Für die Braugerste liegen keine speziellen Zahlen für Rheinland-Pfalz vor, aber bundesweit waren es 1,73 Millionen Tonnen im vergangenen Jahr, was etwa 69200 LKW-Ladungen entspricht. (Werner Klak)

















