REGION – „Siegtal pur“ – Auch nach 30 Jahren eine Erfolgsgeschichte
REGION – „Siegtal pur“ – Auch nach 30 Jahren eine Erfolgsgeschichte (Siegen/Kreis Altenkirchen/Siegburg).
Genau 30 Jahre ist es her, da reifte im Rhein-Sieg-Kreis in einigen Kommunen an der Sieg eine ebenso einfache wie geniale Idee: An einem (schönen) Sonntag im Sommer die Hauptverkehrsstraßen entlang des Flusses für den Autoverkehr sperren und das Tal allen Radfahrern überlassen – die Geburtsstunde von „Siegtal pur“.
Was auf 50 km in einem überschaubaren Rahmen zwischen Siegburg und Windeck-Schladern begann, ist längst zu einem grenzüberschreitenden touristischen Markenzeichen geworden. Auch wenn das eigentliche Ziel seinerzeit, auf diese Weise die Basis für einen durchgehenden Siegtal-Radweg von der Quelle bis zur Mündung zu schaffen, nach wie vor in weiter Ferne liegt: „Siegtal pur“ hat dem Radfahren in der Region zu einem ganz neuen „Standing“ verholfen. In diesem Jahr steigt das Event am Sonntag, 5. Juli. Auf rund 110 km von Siegburg über Betzdorf und Siegen bis Netphen (und umgekehrt) gehören Fluss und Straßen wieder den Radfahrern und Inline-Skatern.
Einmal mehr wird dann der Beweis erbracht, dass Grenzen dafür da sind, um überwunden zu werden. So sieht es auch Landrat Andreas Müller (Siegen-Wittgenstein): „Das Siegtal verbindet die Menschen in zwei Bundesländern und drei Kreisen – zwischen dem Rothaarkamm und dem Rhein. Gemeinsam möchten wir den Flusslauf mit seinen abwechslungsreichen Landschaften für alle, die hier zuhause sind, aber auch für Besucherinnen und Besucher aus anderen Regionen erlebbar machen: autofrei, ohne Abgase und Motorenlärm. Die große Resonanz auf ,Siegtal Pur‘ bestätigt uns jedes Jahr in dieser Überzeugung.“
Dass die Veranstaltung 2026 ohne Einschränkungen ablaufen kann, liegt auch an der rechtzeitigen Fertigstellung der Großbaustelle in Niederschelderhütte. Durch die Vollsperrung konnte die Bauzeit auf ein Jahr verkürzt werden. „Mein Dank gilt hier in erster Linie allen Anwohnern und Pendlern für ihr Verständnis und ihre Rücksicht, aber natürlich auch dem Landesbetrieb Mobilität und der Baufirma für die Planung und das sehr zügige Arbeiten. Hier hätten wir sonst kaum eine alternative Routenführung finden können“, so Landrat Dr. Peter Enders (Altenkirchen). Zwar finden im Anschluss noch umfangreiche Sanierungsarbeiten auf der B 62 in Mudesrbach statt; es ist aber gewährleistet, dass bei „Siegtal pur“ dieser Abschnitt problemlos passiert werden kann.
Nicht nur die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sondern auch das Rahmenprogramm machen diesen Tag bekanntlich zu einem besonderen Erlebnis, wie Sebastian Schuster, Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, betont: „Neben dem Einsatz der hauptamtlichen Organisation durch die Kommunen, deren Bauhöfe und Ordnungsämter sowie der Rettungskräfte und der Polizei lebt die Veranstaltung vor allem durch das ehrenamtliche Engagement der Vereine.“
Neben den bewährten Programmpunkten gibt es in jedem Jahr auch neue Highlights: So wird es z.B. in Wissen an der Pfarrkirche „Kreuzerhöhung“ um 10.30 Uhr erstmals einen Fahrrad-Gottesdienst mit Fahrradsegnung geben. Auch die Bahn bleibt selbstverständlich als zentraler Bestandteil ins Konzept eingebunden. Einige Sonderzüge sorgen dafür, dass Start- und Zielpunkte flexibel festgelegt werden können. Und wenn diesmal auch wieder das Wetter mitspielt, steht einem großartigen Sonntag im Siegtal nichts mehr im Wege.
Foto: „Siegtal pur“ ist und bleibt vor allem großes Familienevent, Jung und Alt genießen an diesem Tag das stressfreie Radfahren auf den Hauptverkehrsachsen. Archivfoto: Kreisverwaltung Altenkirchen / Thorsten Stahl


















