NEUWIED – 348 Kita-Plätze zu wenig in Neuwied – SPD verlangt Ausbau und lobt alternative Konzepte
NEUWIED – 348 Kita-Plätze zu wenig in Neuwied – SPD verlangt Ausbau und lobt alternative Konzepte
Die SPD-Stadtratsfraktion begrüßt die Eröffnung der Waldgruppe der evangelischen KiTa Torney, die nun auf einem unbebauten Grundstück im Aubachtal in Oberbieber eröffnet wurde. Nachdem ein geeignetes Grundstück in Oberbieber gefunden war, konnte die Waldgruppe gemeinsam mit Geld von Land, Stadt und Träger finanziert werden.
Die ersten Kinder konnten bereits vor der offiziellen Eröffnung eingewöhnt werden. Vorgesehen sind 20 KiTa Plätze für Kinder von drei bis sechs Jahren. Das großzügige Waldgrundstück ist mit einem KiTa-Bauwagen ausgestattet, der unter anderem über eine Garderobe, eine Miniküche, eine Hochebene und einen Spielbereich verfügt. Vor dem Eingang ist eine große überdachte Terrasse, die weitere Aufenthaltsmöglichkeit bietet. Der großzügige Außenbereich ist ebenfalls in verschiedene Bereiche aufgeteilt und bietet den Kindern die Möglichkeit, die Natur mit allen Sinnen spielerisch zu erleben.
Ende Mai wurde die Waldgruppe mit einem bunten, fröhlichen Fest eröffnet. „Es war schön zu erleben, wie die Kinder ihre neue KiTa Gruppe bereits genießen. Aber auch der Stolz der Verantwortlichen und die Freude darüber, dieses Projekt gemeinsam umgesetzt zu haben, waren spürbar“, berichtet die Oberbieberer SPD-Ortsvorsteherin Maren Dümmler.
Und dass diese Eröffnung einen wichtigen Beitrag für das Angebot städtischer Kita-Plätze leistet, wurde auch noch einmal durch den Kindertagesstättenbedarfsplan 2026 verdeutlicht, der kürzlich im Neuwieder Stadtrat beraten wurde. Dieser geht derzeit von einem Fehlbedarf von 348 Plätzen im gesamten Stadtgebiet aus. Im Plan werden auch Maßnahmen aufgezeigt, damit Kinder einen benötigten Betreuungsplatz erhalten können.
Hierzu sagt Janick Helmut Schmitz als jugendpolitischer Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion: „Der aktuelle Bedarfsplan zeigt erneut eine hohe Nachfrage nach Betreuungsplätzen. Zunehmend drohen auch bestehende Kita-Plätze verloren zu gehen, wenn notwendige Sanierungen und Gebäude nicht mehr für den Betrieb aufrechterhalten werden können. Diese Entwicklung bereitet zunehmend Sorge. Die SPD-Fraktion wünscht sich deshalb ein schnelleres Vorankommen beim Ausbau der Kita-Plätze, bei der Sicherung bestehender Einrichtungen und bei den dringend notwendigen Sanierungen“.
In diesem Zusammenhang hebt der SPD-Fraktionsvorsitzende Sven Lefkowitz hervor: „Bei mangelnden KiTa Plätzen ist eine Waldgruppe nicht nur pädagogisch, sondern auch für den Haushalt eine tolle Alternative. Kostet eine KiTa Gruppe bei einem Neubau im Schnitt 1,5 Mio, kann eine Wald-Gruppe schon mit rund 300.000 Euro finanziert werden“. Lefkowitz führt weiter aus: „Die Nachfrage nach einem Wald-KiTa Platz ist hoch, denn die Kinder entfalten in der Natur eine ganz besondere Kreativität, bewegen sich viel an der freien Luft, erlernen früh ein Umweltbewusstsein und erleben weniger Reizüberflutung“.
Wie die Genossinnen und Genossen gemeinsam wissen lassen, freut man sich daher auch über die neue Waldgruppe der städtischen Wald-Kita in Segendorf, die noch diesen Sommer eröffnen werden soll und weiteren Platz für 20 Kinder zwischen drei und sechs Jahren bieten.
Vor dem Hintergrund der schwierigen Situation um den hohen Fehlbedarf stellt Janick Helmut Schmitz deutlich heraus: „Die SPD ist daher, wie auch in den vergangenen Jahren immer wieder angeboten, weiter dazu bereit, bei den kommenden Haushalten dem Kita-Bau die wirklich oberste Priorität einzuräumen, auch wenn andere wünschenswerte Projekte hierfür hintenanstehen müssen. Wir würden uns freuen, wenn die übrigen Fraktionen im Rat diese Haltung auch entwickeln“.
Dies unterstreich abschließend auch Sven Lefkowitz: „Wir werden auch künftig alles unterstützen, was die Qualität und Quantität in der Betreuung der Jüngsten in unserer Stadt stärkt und beschleunigt“.




















