KOBLENZ – Warnung vor russisch sprechenden Schockanrufern

KOBLENZ – Warnung vor russisch sprechenden Schockanrufern

In den letzten Wochen häufen sich die Meldungen über betrügerische Telefonanrufe – analog der weit verbreiteten und bekannten Masche des „Schockanrufs“ – in russischer Sprache. Dabei werden russisch sprechende Bürgerinnen und Bürger, meist Senior/-innen, unter Vortäuschung einer Notlage angerufen, um an deren Geld zu gelangen.

In einer zunehmend verbreiteten Abwandlung dieser Betrugsmasche werden offenbar gezielt Bürgerinnen und Bürger mit russisch klingenden Namen kontaktiert. Die Ansprache erfolgt dabei teilweise oder vollständig in russischer Sprache.

Zu Beginn des Gesprächs geben sich die Täter als nahe Angehörige aus und schildern eine angebliche Notsituation, beispielsweise einen schweren oder tödlichen Verkehrsunfall. Im weiteren Verlauf übernehmen angebliche Polizeibeamte oder andere Amtspersonen das Gespräch. Unter dem Vorwand, eine drohende Haftstrafe abwenden zu können, fordern sie die Zahlung einer hohen Kaution. Die Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen erfolgt häufig über Kurierdienste, etwa per Taxi.

Auch im Bereich des Polizeipräsidiums Koblenz kam es in den letzten Wochen mehrfach zu solchen Taten mit einem Gesamtschaden von etwa 50.000 Euro.

Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin:

– Die Polizei fordert niemals Bargeld oder Wertgegenstände zur Abwendung strafrechtlicher Maßnahmen.

– Seien Sie bei derartigen Anrufen besonders misstrauisch und beenden Sie das Gespräch umgehend.

– Nehmen Sie Kontakt zu Ihren tatsächlichen Angehörigen auf, um die geschilderte Situation zu überprüfen.

Schützen Sie Ihre Angehörigen vor betrügerischen Anrufen! Wenn Sie russischsprechende Senior/-innen in Ihrer Verwandtschaft oder Bekanntschaft haben, können Sie diese mit Ihrer Aufmerksamkeit und Mithilfe vor finanziellen Schäden und erheblichen psychischen Belastungen schützen. Quelle: Polizei

Flyer Schockanrufe Russisch und Deutsch

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