Das Bucher Kreuz im Heisterholz gibt bis heute Rätsel auf

Hövels. Etwa 200 Meter nördlich der Alten Poststraße zwischen Wissen und Katzwinkel, auf der Linie Forsthaus Buchen – Mühlenthal, stößt der Wanderer mitten im Wald auf ein steinernes Kreuz. Es handelt sich um das sogenannte Bucher Kreuz, zu dem der Heimatkundler Christian Ebach (1927–1997) einige interessante Überlieferungen festgehalten hat.

Ebach, der durch viele Beiträge unter anderem im Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen bekannt wurde, vermutete in dem Kreuz möglicherweise ein Sühnemal nach einem Verbrechen, das sich dort vor langer Zeit zugetragen haben soll.

Ebach, der durch viele Beiträge unter anderem im Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen bekannt wurde, vermutete in dem Kreuz möglicherweise ein Sühnemal nach einem Verbrechen, das sich dort vor langer Zeit zugetragen haben soll.

Einer Überlieferung zufolge hätten sich zwei Brüder um einen Tabaksbeutel gestritten – mit tödlichem Ausgang. Eine andere Legende berichtet von einem Raubüberfall auf Kaufleute.

Als die eingemeißelte Inschrift noch einigermaßen leserlich war, hielt Christian Ebach sie in einer Handskizze fest. Demnach lautete sie: A 1627 – H Mar. Wahrscheinlicher sei jedoch die Jahreszahl 1677.

Möglicherweise steht das Bucher Kreuz auch im Zusammenhang mit dem Hexenwahn jener Zeit. Es befindet sich in einem Waldbezirk mit der Flurbezeichnung Heisterholz, der in einschlägigen Prozessen offenbar häufiger als Hexentanzplatz genannt worden sein soll.

Im August 2004 brachten zwei Mitarbeiter des Wissener Bauhofs die Befestigung des aus Niedermendiger Basalt gehauenen Kreuzes wieder in einen ansehnlichen Zustand.

Das Bucher Kreuz bleibt damit nicht nur ein stilles Zeugnis vergangener Zeit, sondern auch ein Ort, um den sich bis heute Geschichte und Legende ranken.

Text und Fotos: Bernhard Theis

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