BREIBACH. Walpurgisnacht in Breibach

BREIBACH. Walpurgisnacht in Breibach

„Wenn in Breibach gefeiert wird, freuen sich die Anwohner wie Bolle“, so einer der Einheimischen. So war es auch in der Walpurgisnacht, die traditionell unter dem Maibaum gefeiert wurde. Wir gingen der Frage nach, warum die Feierlaune in dem Ortsteil von Niederwambach so gut ist.

Mit entscheidend ist wohl der Bau der Grillhütte 1987. Sie kommt dem Anspruch eines Dorfgemeinschaftshauses nahezu gleich. Vorausgehend  war 1979 die Spendensammlung von Marianne Panten, die von Haus zu Haus ging und somit eine finanzielle Grundlage schaffte. Die erste Versammlung fand im Waldhof statt, um einen Vorstand zu wählen. Die ersten Vorsitzenden des Dorfvereins Breibach/Breibacher Hof waren Adolf Hoffmann und Ottwin Böhning. Kassiererin wurde Marianne Panten. „Von Stund an wurde ein Beitrag von 1,50 D-Mark gesammelt“, heißt es in der Chronik. 1982 wurde das erste Wiesenfest mit großem Erfolg gefeiert. Somit ist davon auszugehen, dass im kommenden Jahr das 45-jährige Bestehen der Grillhütte gefeiert werden kann.

Berichte gehen darauf zurück, das der Ort 174 Jahre alt ist. „Mal sehen, was sich die Verantwortlichen im nächsten Jahr einfallen lassen“, führte er weiter aus. Wie sehen die Aktivitäten im Dorf aus? Allem voran die gute Kinderbetreuung, die Müllsammelaktion im Frühjahr, zahlreiche Feste, Dorfolympiaden, Teilnahme an Fußballturnieren, Martinssingen, Glühweinparties und Rodeln, wenn es die Witterung erlaubt. Die Liste der Möglichkeiten ist lang.

Am Donnerstag, 30. April waren die Gäste pünktlich da, galt es doch eine Scharte des vergangenen Jahres auszuwetzen, als irgendwann in grauer Nacht, als der Maibaum unbewacht blieb, von unbekannten Schlawinern abgesägt wurde. Die Tradition sagt, dass der Maibaum bis 6 Uhr am 1. Mai zu bewachen ist. Danach darf er nicht mehr abgesägt werden. Getränke, Grillgut, Pommes und Salate waren ausreichend vorhanden, dazu gute Getränke und mitgebrachte Musik, so dass der Maitanz auch tatsächlich stattfinden konnte.

Die Walpurgisnacht ist eine der einzigartigsten und faszinierenden Traditionen Deutschlands. Sie vereint alte Folklore, Religion und modernes Vergnügen. In manchen Regionen sind Trommeln zu hören oder Menschen laufen in Hexen- oder Teufelskostümen herum. Lagerfeuerbeleuchtung gehört die ganze Nacht dazu.

Das Herzstück des Feierns liegt im Harz. Der Legende nach, versammeln sich in dieser Nacht Hexen auf dem Brocken, der mit 1142 Metern die höchste Erhebung dieses waldreichen Gebietes ist. Böse Geister sollen somit ferngehalten werden. Vielleicht hat dieses Fest auch die Bedeutung, dass man sich freut, dass die langen Winternächte vorbei sind und der Frühling durchstarten kann. Bei Vollmond und milden Temperaturen war es ein besonderes Highlight. Und In Breibach hat die Wache funktioniert. Der Maibaum stand am 1. Mai um 6 Uhr noch. (Werner Klak)

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