Aktion Autofasten

Bus 1887KOBLENZ – Aktion Autofasten – Zug NR 1917Bereits zum 17. Mal lädt die Aktion Autofasten dazu ein, die eigenen Mobilitätsgewohnheiten in den Blick zu nehmen. Es lohnt sich, sich damit auseinander zu setzen. Denn zum einen ist es für die eigene Gesundheit, weil es jedem gut tut. Autofasten ist auch eine Möglichkeit, die Umwelt zu schützen und die Schöpfung zu bewahren. Ein Nebeneffekt ist die Unterbrechung des Alltags. Es dient dazu, Gewohnheiten zu überdenken, mal einige Wege zu Fuß, mit dem Rad, oder mit dem öffentlichen Nahverkehr zu erledigen und hält zudem fit. Der bewusste Verzicht auf das Auto und die Benutzung des Fahrrads hilft, eingefahrene Wege zu verlassen und über Veränderung nachzudenken. Das Ziel der Aktion Autofasten geht über die Fastenzeit hinaus. Sie soll zum Nachdenken für die übrigen Tage anspornen. Das Autofasten stellt für Menschen, die in einer ländlich geprägten Region leben, eine zusätzliche Herausforderung dar. Grund für die Autonutzung sind mitunter weite Wege für Einkauf und kulturelles Leben sowie der schlecht ausgebaute öffentliche Nahverkehr. Während der Aktion gibt es besondere Angebote. So bietet der Verkehrsverbund im Raum RMV für die gesamte Verbundstrecke Fasten-Tickets an. Für 54,10 Euro kann man mit einer Karte einen Monat, so vom 17. März bis 13. April durch das ganze Streckennetz der VRM fahren, sofern es vor Ort auch ein brauchbares Angebot gibt. Am Wochenende und in den Osterferien, wenn keine Schulbusse unterwegs sind, kommt man in Westerwald, Eifel und Hundsrück nicht besonders gut weiter. Auch Erfahrungen über Busausfälle und Verspätungen sind vorprogrammiert. Teilweise sind Orte wie die Westerwälder Kreisstadt nach 18.00 Uhr mit Bussen nicht mehr zu erreichen. Ohne Auto ist man auf das Taxi angewiesen. Spannend ist es allemal und sicher wird der, der sich auf das Experiment einlässt, eine Menge erleben. (mabe) Fotos: Becker

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