Neuwieder ZOO startet durch

AAA_0111NEUWIED – Ein Besuch im Neuwieder Zoo – AAA_0320Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln den Neuwieder Zoo erreichen will, muss ganz schön hartnäckig sein. Die Frage, wie komme ich vom Bahnhof Neuwied zum Zoo kann erst mal keiner beantworten. Bestenfalls mit dem Taxi. Das jedenfalls bekommt man am Neuwieder Bahnhof als Auskunft. Im Koblenzer Löhrcenter, bei der KEVAG, weiß man, dass die Linie 8 nach Sayn fährt. Da in der Nähe fahre ein Bus ab. Die örtlichen Busfahrer kennen sich bestimmt aus, meinte der Mann am Schalter. Und tatsächlich hatte der Busfahrer der Linie 54, die in der Nähe von Schloss Sayn hält, schon mal Leute gefahren die zum Zoo wollten. Man müsse allerdings fit sein, denn der Weg sei steil und der Zoo noch weit. Nach circa 40 Minuten über die Waldstraße, bergauf, durch Heimbach-Weiß, tauchte das Schild ZOO auf. Herrlicher Sonnenschein, frühlingshafte Temperatuten und eine fantastische Sicht bis in die Eifelberge belohnen den beschwerlichen Aufstieg. Ein wenig Rheinsteigfeeling, denn der führt auch am Zoo Neuwied vorbei.

Im Zoo wird fleißig geputzt, gebaut und gebrütet. Mit dem Laubbesen ist Frederic unterwegs. Der Azubi hält die Anlage vor dem Löwengehege in Ordnung. Löwenkater Schröder lässt sich vom Laubbesen des jungen Mannes nicht beeindrucken, seine junge Gefährtin Berberlöwin Zari springt vor dem Gitter hin und her. „Gut das das Gitter dazwischen ist“ meint Ferderic“, sonst würde er von der 2011 in Hannover geborenen Zari bestimmt gefressen. Die beiden Löwen sind die neuen Hoffnungsträger im Zoo. Nachdem von dem alten Vater Rafik und der Löwin Mali im Nachbargehege kein Nachwuchs mehr zu erwarten ist. Der Neuzugang Tiger Ivo döst in der Sonne. Auch das Gepardenmädchen, weiter oben auf der Wiese, hält Siesta. Bei den Seehunden ist es heute nicht gemütlich. Hier schrubbt Obertierpflegerin Petra Becker den Fußboden und putzt Fenster. Die vier Bewohner liegen derweil auf dem Trockenen. Eigentlich kein Problem, erklärt die Obertierpflegerin, die einen Wasserschlauch in der Hand hält. Seehunde liegen oft stundenlang auf Sandbänken eh die Flut kommt. Nach dem Putzen wird dann auch das Becken wieder geflutet. Die Pinguine gegenüber haben es da heute besser. Sie schwimmen um die Wette. Während das rote Pandamädchen auf dem Baum herumklettert, sitzt Frau EMU auf ihren blaugrünen Eiern. Laut gackernd steht sie auf und zeigt das Küken, was gerade aus dem Ei geschlüpft ist. Noch wackelig auf den dünnen Beinchen macht es nun die ersten Schritte ins Leben, während die Mama sich wieder zum Brüten auf die restlichen sechs Eier setzt. Bei Affens will heute keiner vor die Tür. Lediglich die Weißbüscheläffchen turnen draußen durch die Baumwipfel. Auch bei den Osterhasen ist kuscheln im Stall angesagt. Bis zum Osterfest sind es ja noch vier Wochen und dann wird bestimmt noch mehr Tiernachwuchs zu vermelden sein. Vielleicht sind bis dahin die Strauße in ihre neues Zuhause eingezogen. Der Neubau sieht von außen schon ziemlich fertig aus. Im Zoo Neuwied gibt es ständig Neues zu entdecken und gerade im Frühjahr, wenn alles grünt und blüht ist es besonders schön. (mabe) Fotos: Becker

Beitrag teilen