RHEINLAND-PFALZ – Wiederaufbau Ahrtal – Fünf Jahre nach der Flut: Arbeits- und Sozialministerin Bätzing-Lichtenthäler und Staatssekretärin Anklam-Trapp würdigen Wiederaufbau im Ahrtal und setzen Impulse für die Zukunft

RHEINLAND-PFALZ – Wiederaufbau Ahrtal – Fünf Jahre nach der Flut: Arbeits- und Sozialministerin Bätzing-Lichtenthäler und Staatssekretärin Anklam-Trapp würdigen Wiederaufbau im Ahrtal und setzen Impulse für die Zukunft

„Fünf Jahre nach der Flut zeigt sich im Ahrtal, was durch Zusammenhalt und Ausdauer möglich ist. Wo die Zerstörung groß war, entstehen neue Arbeitsplätze, sichere Orte für Familien und Perspektiven für die Zukunft. Der Wiederaufbau steht nicht nur für neue Gebäude und moderne Infrastruktur, sondern für neues Vertrauen und Zuversicht“, sagte Arbeits- und Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler im Ahrtal.

ZF-Standort Niederzissen: Industriearbeitsplätze im Wandel

Die Arbeits- und Sozialministerin besuchte gemeinsam mit Staatssekretärin Kathrin Anklam-Trapp Einrichtungen im Ahrtal, die für Wiederaufbau und Zukunftsfähigkeit der Region stehen. Ein zentraler Programmpunkt war der Besuch des neuen Werks des Automobilzulieferers ZF in Niederzissen. Der frühere Standort in Bad Neuenahr-Ahrweiler wurde durch die Flutkatastrophe im Sommer 2021 schwer beschädigt. Die Ministerin bewertete den Aufbau des neuen Werkes in Niederzissen als wichtiges Signal für den Erhalt industrieller Arbeitsplätze in der Region. „Der neue Standort zeigt, wie der Wiederaufbau im Ahrtal voranschreitet. Jeder Schritt, der Arbeitsplätze sichert und den Standort stärkt, ist ein Gewinn für die gesamte Region“, sagte Bätzing-Lichtenthäler, die sich beim Besuch über den Stand der Verlagerung, die Entwicklung des Standorts sowie die Perspektiven für die Beschäftigten informierte.

Das Werk befindet sich in einer Phase industrieller Transformation. Unternehmen, Betriebsrat und IG Metall haben den Übergang an den neuen Standort gemeinsam gestaltet. Der Zukunftstarifvertrag schafft einen verlässlichen Rahmen für die laufende Verlagerung und sichert die Beschäftigung bis Ende 2028. „Transformation gelingt nur gemeinsam. Der bisherige Weg zeigt, was möglich ist, wenn Menschen Verantwortung übernehmen, gemeinsam nach Lösungen suchen und Veränderungen gestalten. Dieses Engagement verdient Respekt und Anerkennung“, so die Arbeitsministerin. „Mir ist deshalb wichtig, mit den Akteurinnen und Akteuren vor Ort ins Gespräch zu kommen und den weiteren Weg aufmerksam zu begleiten.“

Unterstützung für Frauen in Notlagen im Frauenhaus Ahrweiler

Den Auftakt ihres Programms bildete der Besuch des Frauenhauses Ahrweiler. Die Ministerin informierte sich über die Arbeit der Einrichtung und tauschte sich mit den Mitarbeiterinnen über aktuelle Herausforderungen aus. „Frauenhäuser sind ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Hilfesystems. Sie bieten Schutz, Beratung und Unterstützung für Frauen und Kinder in schwierigen Lebenslagen“, sagte die Frauenministerin.

Bildung und Begegnung in der Jugendherberge Ahrweiler

Zum Abschluss besuchte die Ministerin die Jugendherberge Ahrweiler. Auch sie war von der Flut massiv betroffen, auch hier wurde in Gemeinschaft wieder aufgebaut und erneuert. „Die Jugendherberge ist ein wichtiger Ort für außerschulische Bildung und gesellschaftlichen Zusammenhalt“, sagte die Familien- und Jugendministerin. Sie ist ein wichtiger und verlässlicher Partner für Familien, für Schulen sowie für Jugendgruppen, Vereine und Verbände; grundsätzlich stellen Jugendherbergen attraktive Aufenthaltsorte dar. Jugendherbergen bieten nicht nur Übernachtungsgelegenheiten, sondern eröffnen vielfältige Erfahrungs- und Begegnungsräume für junge Menschen, Familien und Gruppen. Die Jugendherberge Ahrweiler ist nach den vergangenen Herausforderungen wieder fest in der regionalen Bildungs- und Begegnungslandschaft verankert.

Fachkräfte, Frauenförderung und Familien im Blick

Parallel besuchte Staatssekretärin Kathrin Anklam-Trapp das Ahrtal-Zentrum für Fachkräfte, die Beratungsstelle Frau und Beruf sowie die Katholische Familienbildungsstätte Bad Neuenahr-Ahrweiler. Das Ahrtal-Zentrum für Fachkräfte unterstützt als regionale Anlaufstelle Unternehmen bei der Gewinnung, Qualifizierung sowie Bindung von Fachkräften und unterstützt so ebenfalls die positive Entwicklung im Ahrtal. Vor Ort tauschte sich die Staatssekretärin mit Unternehmen aus, die bereits von den Angeboten des Zentrums profitieren und die Bedeutung der Unterstützung für ihre Personalentwicklung hervorhoben. Im Mittelpunkt der weiteren Besuche stand die Unterstützung von Frauen beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt und die Familienbildung. Die Familienbildungsstätte unterstreicht die Bedeutung niedrigschwelliger Angebote für Familien in der Region. „Eine Region ist dann zukunftsfähig, wenn Menschen dort gute Arbeit finden, Familien Unterstützung erhalten und Frauen ihre Chancen nutzen können. Fachkräftesicherung und soziale Angebote sind zentrale Bausteine für das Ahrtal“, sagte die Staatssekretärin im Ahrtal.

 

Beitrag teilen