RHEINLAND-PFALZ – Warnstreik am 10. Februar in Saarbrücken im öffentlichen Dienst der Länder

RHEINLAND-PFALZ – Warnstreik am 10. Februar in Saarbrücken im öffentlichen Dienst der Länder

Kurz vor der 3. Verhandlungsrunde vom 11. bis 13. Februar in der Tarifrunde der Länder erhöht die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) erneut den Druck auf die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL). Im ver.di Bezirk Region Saar-Trier sind die Beschäftigten aller Betriebe und Dienststellen im Geltungsbereich des TV-L zum Warnstreik aufgerufen, um in Saarbrücken ein unmissverständliches Zeichen zu setzen.

Der Warnstreik in Saarbrücken beginnt am Dienstag, den 10. Februar 2026. Treffpunkt ist ab 09:30 Uhr der Bürgerpark. Dort sammeln sich die Streikenden für die gemeinsame Aktion. Ab 10:00 Uhr setzt sich der Demonstrationszug durch die Saarbrücker Innenstadt in Bewegung und zieht zum Tbilisser Platz. Dort beginnt ab 11:30 Uhr die Kundgebung mit Rednern aus den streikenden Betrieben sowie Timo Ahr, stellvertretender Bezirksvorsitzender des DGB Rheinland-Pfalz/ Saarland.

Die Beschäftigten fordern in der Tarifrunde sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens 300 Euro monatlich für die unteren Einkommensgruppen. Für Nachwuchskräfte sollen die Vergütungen um 200 Euro pro Monat steigen, außerdem fordert ver.di die unbefristete Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung. Zudem ist die Erhöhung aller Zeitzuschläge um 20 Prozentpunkte gefordert. Für ver.di ist klar: Wer einen handlungsfähigen Staat und verlässliche öffentliche Dienstleistungen will, muss die Arbeit der Beschäftigten im öffentlichen Dienst spürbar besser absichern und anerkennen.

Bezirksgeschäftsführer Christian Umlauf des ver.di Bezirks Region Saar-Trier betont: „Wir machen heute sichtbar, was sonst oft übersehen wird: Gute öffentliche Leistungen fallen nicht vom Himmel. Sie werden erarbeitet, und sie brauchen faire Tarifverträge.“

An dem Streik in Saarbrücken beteiligen sich zudem Beschäftigte der AOK, die sich in eigenen Tarifrunden befinden und durch ihre Streikbeteiligung auf unzureichende Angebote der Arbeitgeberseite reagieren. Die Beschäftigten der AOK fordern bei einer Laufzeit von 12 Monaten 7,5 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 375 Euro.

Aufgerufen sind alle Beschäftigten im Geltungsbereich des TV-L in dem ver.di Bezirk Region Saar-Trier, unter anderem:

Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS)

Universität des Saarlandes (UdS)

Arbeitskammer des Saarlandes

Landesamt für Straßenbau

alle Ministerien und Landesämter

Beitrag teilen