RHEINLAND-PFALZ – Schutz von Kindern und Jugendlichen – „Rheinland-Pfalz geht konsequent gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen vor“
RHEINLAND-PFALZ – Schutz von Kindern und Jugendlichen – „Rheinland-Pfalz geht konsequent gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen vor“ – Bätzing-Lichtenthäler und Diehl zu steigenden Missbrauchszahlen im aktuellen Bundeslagebild
„Sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche ist ein großes gesellschaftliches Problem, gegen das wir weiter gemeinsam, konsequent und nachhaltig vorgehen müssen und werden. Das zeigen die Zahlen des aktuellen Bundeslagebilds einmal mehr. In Rheinland-Pfalz setzen wir dabei vor allem auf die Umsetzung des Pakts gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen. Und haben mit der Ernennung der ersten Landesbeauftragten gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen einen wichtigen Schritt gemacht.“ Mit diesen Worten kommentieren Familien- und Jugendministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und Anette Diehl, unabhängige Landesbeauftragte gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen, die aktuellen Zahlen.
Das Bundeskriminalamt hat kürzlich im Bundeslagebild 2025 einen weiteren Anstieg bei Fällen von sexuellem Missbrauch von Kindern und Jugendlichen registriert. Bei Missbrauchsfällen an Jugendlichen gab es einen Zuwachs um 4,0 Prozent auf 1.239 Fälle (Rheinland-Pfalz 49), bei Missbrauchsfällen an Kindern um 4,7 Prozent auf 17.126 Fälle (Rheinland-Pfalz 751). Meist waren die Betroffenen weiblich, die Täter männlich.
„Diese Zahlen sind erschreckend und schockierend – jedes Jahr wieder“, betont Diehl. „Aber die Zahlen aus dem sogenannten Hellfeld machen auch eine erhöhte Anzeigenbereitschaft deutlich. Das macht das Leid der Betroffenen nicht geringer, aber eine erhöhte Meldebereitschaft ist eine positive Entwicklung und steht für eine größere Sensibilität gegenüber sexualisierter Gewalt gegen Kinder.“ Den Grund hierfür sieht die Landesbeauftragte auch in Rheinland-Pfalz in besser ausgestatteten spezialisierten Anlaufstellen und einer bundesweit verstärkten Öffentlichkeitsarbeit zum Thema sowie Präventionskampagnen.
„Letztlich gibt es durch diese Maßnahmen mehr Kinder, die sprechen, und mehr Erwachsene, die Verantwortung übernehmen. Schutzkonzepte, die präventiv wirken, und Handlungskompetenz sind unabdingbar. Damit Erwachsene sich Unterstützung für ihr Handlungsfeld suchen und annehmen, braucht es ein Bewusstsein und eine gemeinsame Haltung, was Grenzachtung und was Grenzüberschreitung bedeutet.“
Bätzing-Lichtenthäler ergänzt: „Mit 40 konkreten und zielgerichteten Handlungsempfehlungen, die im Rahmen des ‚Pakts gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen‘ in Rheinland-Pfalz entstanden sind, sind wir auf einem guten Weg, um die Situation von Kindern und Jugendlichen im Land weiter zu verbessern.“ Die Zusammenarbeit mit dem Landesbetroffenenrat bei der Umsetzung der Empfehlungen sei hier besonders wichtig.
„Wir sehen im Bundeslagebild nicht nur die steigenden Einzelfallzahlen, sondern auch die Menschen, die dahinter stehen und leiden. Das Thema sexualisierte Gewalt ist und bleibt ein gesamtgesellschaftliches Problem und verlangt strukturelle Veränderungen auf allen Ebenen“, so Bätzing-Lichtenthäler und Diehl abschließend.





















