RHEINLAND-PFALZ – Mit guten Ideen gegen die Schuldenfalle: Sozialministerium zeichnet Gewinner eines studentischen Wettbewerbs aus – Anklam-Trapp: „Finanzkompetenz für junge Menschen lebensnah erläutern“

RHEINLAND-PFALZ – Mit guten Ideen gegen die Schuldenfalle: Sozialministerium zeichnet Gewinner eines studentischen Wettbewerbs aus – Anklam-Trapp: „Finanzkompetenz für junge Menschen lebensnah erläutern“

Der teure Einkauf ist oft nur einen Klick entfernt, aber Schulden können junge Menschen viel länger begleiten. Eine wichtige Frage ist daher: Wie kann Finanzbildung Jugendliche und junge Erwachsene erreichen und sie vor der Schuldenfalle schützen – verständlich, lebensnah und dort, wo sie sich täglich bewegen? Mit diesem Thema haben sich Studierende des Studiengangs „Zeitbasierte Medien“ der Hochschule Mainz im Sommersemester 2026 bei einem studentischen Ideenwettbewerb beschäftigt. Ziel war es, Ideen zu entwickeln, wie jungen Menschen Finanzkompetenz vermittelt und sie für Schuldenfallen wie „Buy Now, Pay Later“ sensibilisiert werden können. Die drei besten Konzepte wurden heute von Staatssekretärin Kathrin Anklam-Trapp vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen, Familie und Jugend in der Hochschule Mainz prämiert und mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt 2.750 Euro gewürdigt.

Im Mittelpunkt standen die Stärkung der Finanzbildung, die Sensibilisierung für die Folgen von Verschuldung und Konsum sowie Strategien für einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld im Alltag. Gesucht wurden kreative, niedrigschwellige und aufmerksamkeitsstarke Kommunikationsideen, die die Zielgruppe auf Augenhöhe ansprechen.

„Gerade junge Menschen treffen Kaufentscheidungen oft in einer digitalen Welt, in der das Bezahlen nur einen Klick entfernt ist. Umso wichtiger ist es, Finanzkompetenz verständlich, lebensnah und auf Augenhöhe zu vermitteln. Die eingereichten Konzepte haben eindrucksvoll gezeigt, wie kreativ und zielgruppengerecht das gelingen kann“, erläuterte Staatssekretärin Anklam-Trapp.

Die ausgezeichneten Konzepte setzen auf innovative Ansätze der Finanzbildung: Dazu gehören unterhaltsame Social-Media-Formate mit kurzen Videos und Creator-Kooperationen, interaktive Challenges und digitale Tools, die Kaufentscheidungen bewusst hinterfragen lassen, sowie ein Mix aus humorvollen Animationen und persönlichen Erfahrungen in Podcast-Formaten. Gemeinsam ist allen Ideen, dass sie junge Menschen nicht mit erhobenem Zeigefinger ansprechen, sondern alltagsnah, authentisch und auf Augenhöhe für einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld sensibilisieren.

„Die Studierenden haben gezeigt, dass Prävention dann besonders wirksam ist, wenn sie die Lebenswelt junger Menschen ernst nimmt. Aus ihren Ideen können wertvolle Impulse für die zukünftige Gestaltung unserer Präventionsarbeit entstehen“, sagte Staatssekretärin Anklam-Trapp. Mit dem Ideenwettbewerb unterstreicht das Ministerium seinen Anspruch, Präventionsarbeit gemeinsam mit und für junge Menschen weiterzuentwickeln und neue Wege zu gehen, um Finanzkompetenz frühzeitig zu stärken und Überschuldung vorzubeugen.

Den ersten Platz belegte die Kampagne „KaChing!“. Sie soll junge Menschen über die Risiken von „Buy Now, Pay Later“ aufklären. Statt klassischer Belehrung setzt sie auf unterhaltsame, kurze und kreative Social-Media-Inhalte wie beispielsweise Straßenumfragen und Zusammenarbeit mit Influencerinnen und Influencern. Platz zwei geht an die Kampagne „STOP. BEFORE YOU SHOP. Trends vergehen. Schulden bleiben.“ Hier sollen mit Kurzvideos, Konzepten wie der #3TageWarten-Challenge und interaktiven Inhalten motivierend Kaufentscheidungen hinterfragt werden. Die Kampagne „Geldkeeping“ kam auf Rang drei. Sie setzt auf ein zweistufiges Kommunikationskonzept. Im Mittelpunkt steht eine animierte Taube, die in humorvollen Clips in Schuldenfallen tappt. Ergänzt wird dies durch einen Video-Podcast, in dem verschuldete junge Menschen über ihre Erfahrungen sprechen.

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