RHEINLAND-PFALZ – Mehr Sicherheit am Arbeitsplatz: Gemeinsam gegen Absturzunfälle

RHEINLAND-PFALZ – Mehr Sicherheit am Arbeitsplatz: Gemeinsam gegen Absturzunfälle – Staatliche Arbeitsschutzbehörden in Hessen und Rheinland-Pfalz sowie gesetzliche Unfallversicherung kooperieren im Arbeitsschutz

Abstürze zählen weiterhin zu den häufigsten Ursachen schwerer und tödlicher Arbeitsunfälle in Deutschland: alleine 2024 ereigneten sich 34.470 meldepflichtige Absturzunfälle – oft mit schweren gesundheitlichen Folgen bis hin zum Tod. Deshalb stellt die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) die Prävention von Absturzunfällen in den Jahren 2026 und 2027 in den Mittelpunkt ihrer Aktivitäten. In Hessen und Rheinland-Pfalz haben sich dafür Arbeitsschutzbehörden, Unfallkassen und gewerbliche Unfallversicherungsträger zu einem Netzwerk zusammengeschlossen. Gemeinsam mit Arbeitsschutzverantwortlichen und Beschäftigten verfolgen sie das Ziel, Absturzunfälle wirksam zu verhindern.

Gemeinsame Verantwortung für Arbeitsschutz

„Jeder Absturzunfall ist einer zu viel“, betont die rheinland-pfälzische Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. „Wir wollen, dass alle Beschäftigten nach der Arbeit gesund nach Hause kommen. Deshalb unterstützen wir die betrieblichen Arbeitsschutzakteure bei der Umsetzung wirksamer Schutzmaßnahmen und stärken das Bewusstsein für Absturzrisiken. Gute Arbeit bedeutet immer auch sichere Arbeit. Die Maßnahmen aller beteiligten Institutionen sind ein wichtiger Beitrag für mehr Sicherheit am Arbeitsplatz.“

„Wirksamer Arbeitsschutz braucht klare Regeln, fundiertes Wissen und eine konsequente Umsetzung“, ergänzt die hessische Arbeitsministerin Heike Hofmann. „Gerade bei Arbeiten in der Höhe oder auf ungesicherten Flächen können bereits kleine Nachlässigkeiten schwerwiegende Folgen haben. Deshalb ist es wichtig, Betriebe mit konkreten Hilfestellungen und gezielten Kontrollen zu unterstützen und gemeinsam für sichere Arbeitsbedingungen zu sorgen.“

„Absturzunfälle sind vermeidbar, wenn Prävention im Alltag gelebt wird“, erklärt Christian Heck, Direktor des Landesverbandes Mitte der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung und Hauptgeschäftsführer der Berufsgenossenschaft Holz und Metall. „Mit gezielter Beratung sowie praxisnahen Hilfsmitteln schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass Arbeit in der Höhe sicherer wird. Der gemeinsame Fokus aller Beteiligten auf das Thema ist ein starkes Signal für mehr Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz.“

Bereits seit Anfang des Jahres 2026 suchen Aufsichtskräfte der staatlichen Arbeitsschutzbehörden und der Unfallversicherungsträger Betriebe und Baustellen in Hessen und in Rheinland-Pfalz auf, um mit Verantwortlichen und Beschäftigten gezielt über die Gefahren von Abstürzen am Arbeitsplatz zu sprechen und die Umsetzung von Schutzmaßnahmen zu kontrollieren. Ergänzend stellen die Unfallversicherungsträger praxisnahe Präventionsmaterialien wie Checklisten und E-Learnings zur Verfügung. Im dritten Quartal 2026 liegt ein besonderer Schwerpunkt des Netzwerks auf der Sicherheit bei Arbeiten auf Dächern.

Beteiligt sind die Struktur- und Genehmigungsdirektionen Nord und Süd in Rheinland-Pfalz, die Regierungspräsidien Darmstadt, Gießen und Kassel in Hessen, die Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM), die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM), die Berufsgenossenschaft Verkehrswirtschaft, Post-Logistik, Telekommunikation (BG Verkehr) die Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik (BGHW), die Unfallkasse Rheinland-Pfalz (UK RLP) und die Unfallkasse Hessen (UKH).

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