ALTENKIRCHEN – KREISGEBIET – „Was macht die Faszination Motorradfahren aus?“
ALTENKIRCHEN – KREISGEBIET – „Was macht die Faszination Motorradfahren aus?“
„Was macht die Faszination Motorradfahren aus?“ Dieser Frage ging einer unserer Mitarbeiter nach, der zwar selbst nie einen Motorradführerschein gemacht hat, aber zumindest in der Jugend Mofa gefahren ist und heute gerne mit dem Fahrrad unterwegs ist, ohne Elektromotor versteht sich.
In der Bundesrepublik haben 20,8 Millionen Menschen einen gültigen Motorradführerschein, und fünf Millionen Maschinen sind angemeldet. Statistisch hat somit jeder vierte in Deutschland lebende Bürger eine Fahrerlaubnis für das Zweirad.
Wir trafen einen Motorradfahrer in einer Kneipe. „Darf ich mich zu Ihnen setzen“, so seine höfliche Frage. „Ich bitte darum“, so die Antwort. Und so kam man während des Fußballspiels Frankreich gegen Spanien ins Gespräch bei einem Kölsch mit Malzbier gemischt. Er und seine Begleiterin machten Urlaub, waren mit dem Motorrad am Biggesee, rund 65 Kilometer entfernt. Bei Temperaturen über 30 Grad, Helm und Anzug eine gewisse Herausforderung. In der Halbzeitpause kommt die Begleiterin mit einer Schmerztablette, wovon sie ausreichend Vorrat hat. „Danke, Du bist ein Schatz“, so die liebevolle Antwort des Motorradfahrers.
Kleine Kinder nennen ihren Großvater manchmal „Opa Motorrad“. Selbst für die Kleinen übt dieses Fortbewegungsmittel auf zwei Rädern eine gewisse Faszination aus. Mit 16 dann die Frage der Tochter: „Papa, ich möchte den Führerschein bis 125 Kubik, sprich 15 Pferdestärken, machen. Kind, lass das bitte, so die Antwort des besorgten Vaters. Und die Tochter hört und stellt nie wieder diese Frage.
In Deutschland gibt es jährlich rund 30.000 Motorradunfälle, wovon 23.000 bis 24.000 mit Personenschaden enden. Ein Leser unserer Zeitung erinnert sich an einen Freund, der ein leidenschaftlicher Motorradfahrer war und seit einem Zusammenstoß mit einem Auto als Asche unter der Erde liegt. „Das ist krass“, so ein besorgter Mitbürger. In Deutschland sterben jährlich 500 bis 600 Menschen durch einen Motorradunfall und hinterlassen traumatisierte Familienmitglieder und Freunde.
Oberstes Gebot auf dem Zweirad ist angepasste Geschwindigkeit. Dann kann das Motorradfahren zu einem richtigen Spaß werden, und man hat genug Zeit einem Ölfleck in der Kurve auszuweichen oder schlimmstenfalls einem Schlagloch. Motorrad ist ein Stück Freiheit. Wer kennt nicht den Kultfilm „Easy Rider“, der 1969 veröffentlicht wurde und das Glück junger Menschen zeigt, die ihr letztes Taschengeld für das stählerne Ross hingelegt haben? (Werner Klak)





















