RHEINLAND-PFALZ – Arbeits- und Sozialministerin Schall würdigt Pflegekräfte und pflegende Angehörige
RHEINLAND-PFALZ – Arbeits- und Sozialministerin Schall würdigt Pflegekräfte und pflegende Angehörige – Land setzt auf umfassende Fachkräftestrategie und führt ab 2028 die Pflegefachassistenz ein
Anlässlich des Internationalen Tags der Pflege am 12. Mai würdigt Arbeits- und Sozialministerin Dörte Schall die Leistungen aller Menschen, die beruflich oder privat Verantwortung für pflegebedürftige Menschen übernehmen – von Pflegefachkräfte in Kliniken, Pflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten bis hin zu pflegenden Angehörigen.
„Pflege trägt unsere Gesellschaft – in den Einrichtungen ebenso wie zu Hause. Dieses Engagement verdient Respekt, Anerkennung und verlässliche Unterstützung“, sagte Sozialministerin Dörte Schall.
Fachkräftesicherung als zentrale Zukunftsaufgabe
Vor dem Hintergrund des steigenden Pflegebedarfs und demografischen Wandels kommt der Sicherung von Pflegekräften eine zentrale Bedeutung zu. Rheinland-Pfalz setzt hierfür auf eine umfassende Fachkräftestrategie für Pflege- und Gesundheitsfachberufe. Ziel ist es, Ausbildung, Qualifizierung, Schulgeldfreiheit und Arbeitsbedingungen gezielt weiterzuentwickeln und die Attraktivität der Berufe zu erhöhen.
„Pflegekräfte sind das Rückgrat unseres Gesundheitssystems. Gute Pflege braucht gut ausgebildete Fachkräfte, attraktive Arbeitsbedingungen und verlässliche Perspektiven. Deshalb investieren wir gezielt in Ausbildung, Qualifizierung und die Weiterentwicklung der Pflegeberufe“, so Ministerin Schall.
Bessere Ausbildungsbedingungen und Einführung der Pflegefachassistenz
Dazu gehören unter anderem die Schulgeldfreiheit, der Ausbau moderner und durchlässiger Ausbildungsstrukturen sowie die Weiterentwicklung praxisnaher Lernformate. Mit der Einführung der Pflegefachassistenz ab 2028 wird ein zusätzlicher Zugang in den Beruf geschaffen.
Gleichzeitig investiert das Land in eine bessere Praxisanleitung, die Gewinnung von Lehrkräften sowie in digitale Bildungsangebote und innovative Lernformate, um Auszubildende und Fachkräfte gezielt auf ein modernes Gesundheitswesen vorzubereiten.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Gewinnung und nachhaltigen Integration internationaler Pflegefachkräfte. Anerkennungsverfahren werden weiterentwickelt und beschleunigt, Unterstützungs- und Beratungsangebote ausgebaut. Ergänzend werden Bürokratie reduziert und Entwicklungsperspektiven verbessert, um Pflegekräfte langfristig im Beruf zu halten.
Die Fachkräftestrategie Pflege- und Gesundheitsfachberufe Rheinland-Pfalz bündelt zentrale Landesinitiativen in einem abgestimmten Gesamtkonzept. Dazu zählen die Fachkräftestrategie Pflege Rheinland-Pfalz 2025–2028, die Qualifizierungs- und Digitalisierungsstrategie für die Gesundheitsfachberufe sowie die seit 2022 geltende Schulgeldfreiheit. Gemeinsam schaffen sie verlässliche Rahmenbedingungen für eine moderne, durchlässige und zukunftsfeste Ausbildung.
„Zum Tag der Pflege sendet Rheinland-Pfalz ein klares Signal: Fachkräftesicherung hat höchste Priorität – heute und in Zukunft“, so Sozialministerin Dörte Schall abschließend.


















