REGION – Kinderklinik Kohlhof bleibt erhalten. Druck aus Belegschaft und Region zeigt Wirkung

REGION – Kinderklinik Kohlhof bleibt erhalten. Druck aus Belegschaft und Region zeigt Wirkung

Der Standort der Kinderklinik Kohlhof bleibt erhalten. Die Geburtshilfe, Pädiatrie und das Sozialpädiatrischem Zentrum wird weitergeführt und soll gezielt ausgebaut werden. Gleichzeitig wird das Diakonie-Klinikum in der Innenstadt durch die Bündelung zentraler Bereiche gestärkt. Für ver.di ist das ein wichtiges Signal für die Beschäftigten, für die Menschen in der Region und für den Erhalt einer verlässlichen Gesundheitsversorgung.

Dass diese Entscheidung jetzt auf dem Tisch liegt, ist auch das Ergebnis monatelangen Drucks aus der Belegschaft, aus der Region und aus der Bevölkerung. Beschäftigte, Gewerkschaft und viele Unterstützerinnen und Unterstützer haben unmissverständlich deutlich gemacht, dass eine Schwächung der stationären Versorgung in Neunkirchen nicht akzeptabel ist und insgesamt eine Schwächung der Gesundheitsversorgung im Saarland darstellen würde.

Für ver.di zeigt sich daran, wie wichtig öffentlicher Druck und das beharrliche Engagement der Beschäftigten sind. Die jetzt gefundene Lösung trägt den Interessen der Region Rechnung und sichert zentrale Angebote der wohnortnahen Versorgung für Kinder, Jugendliche und Familien.

Zugleich macht ver.di deutlich, dass mit der Entscheidung über die künftige Struktur noch nicht alle Fragen geklärt sind. Mit dem spezialisierten Standort Kohlhof für Kinder- und Familienmedizin und einem gestärkten Diakonie-Klinikum in der Innenstadt entstehen zwei wichtige Säulen der Gesundheitsversorgung in Neunkirchen. Entscheidend wird nun sein, wie die angekündigten Planungen konkret umgesetzt werden.

Christian Umlauf, Bezirksgeschäftsführer von ver.di Region Saar Trier, erklärt: „Dass der Standort Kohlhof bleibt, ist ein bedeutender Erfolg. Dieser Erfolg ist vor allem dem großen Engagement der Beschäftigten und dem breiten Rückhalt in der Bevölkerung zu verdanken. Jetzt kommt es darauf an, die Pläne transparent umzusetzen, die Beschäftigten einzubeziehen und gute Arbeitsbedingungen zu sichern. Klar ist auch: Wenn in Kohlhof Stellen wegfallen, werden wir das sehr kritisch begleiten. Der Ausbau ambulanter Angebote und eine verlässliche Finanzierung bleiben zentrale Aufgaben.“

ver.di begrüßt, dass die Stimmen aus der Region in die Entscheidungsfindung des Gesundheitsministeriums eingeflossen sind. Jetzt müssen den Ankündigungen verlässliche Schritte folgen, damit aus der Entscheidung auch dauerhaft Sicherheit für Beschäftigte und Patientinnen und Patienten wird.

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