MAINZ – „Das wäre realitätsfern und für viele eine nicht hinzunehmende Belastung“

MAINZ – „Das wäre realitätsfern und für viele eine nicht hinzunehmende Belastung“ – Bätzing-Lichtenthäler zur Debatte um Renteneintrittsalter

„Die in den Medien bekannt gewordenen Vorschläge der Rentenkommission sind nach jetzigem Stand eine passable Orientierungshilfe auf dem Weg zum Ziel einer auch künftig verlässlichen, auskömmlichen und generationengerechten Rente. Sie zeigen Punkte auf, in welche Richtung es gehen kann. An manchen Stellen muss nun aber mit einem klaren Kompass nachgearbeitet werden – beispielsweise bei einer möglichen Abschaffung der ,Rente mit 63‘. Das wäre realitätsfern und für viele fleißige Menschen in unserem Land eine nicht hinzunehmende Belastung.“ Mit diesen Worten kommentiert die rheinland-pfälzische Arbeits- und Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler die in den Medien derzeit breit diskutierten Vorschläge der Rentenkommission des Bundes.

„Es sind klassische Beispiele, aber sie bleiben wahr: Wer mit 17 Jahren als Straßenbauer anfängt oder mit 18 Jahren als Pflegekraft, wer Tag für Tag im wahrsten Sinn den Rücken krumm macht, der kann in seinem Leben nicht noch mehr schuften. Immer noch länger und länger malochen ist diesen Menschen oft faktisch nicht möglich“, so Bätzing-Lichtenthäler. „Eine strikte Kopplung des Renteneintritts an die Lebenserwartung wäre daher in diesem Fall ein Fehler. Eine Kopplung an Beitragsjahre bleibt eine gerechtere Option.“

„Alles in allem setzen einige der Vorschläge der Kommission durchaus an den richtigen Stellschrauben an. Auf dieser Basis kann und muss die nun folgende Arbeit aufsetzen, um diese Reform zu einem Erfolg für alle zu machen“, so Bätzing-Lichtenthäler.

Beitrag teilen