MAINZ – CineStar Mainz – Beschäftigte streiken ab 19 Uhr für höhere Löhne und bessere Bedingungen
MAINZ – CineStar Mainz – Beschäftigte streiken ab 19 Uhr für höhere Löhne und bessere Bedingungen
Am Samstag, 14. Februar 2026, streiken Beschäftigte des CineStar in Mainz ab 19 Uhr, nachdem die Arbeitgeber in der ersten Verhandlungsrunde am 5. Februar kein Angebot vorgelegt haben. Der Arbeitgeber geht somit nicht auf die berechtigten Forderungen seiner Beschäftigten ein und behauptet, dass eine Bezahlung nahe dem Mindestlohn ausreiche.
Hintergrund des Tarifkonflikts sind zu niedrige Löhne, dauerhafte Unterbesetzung und fehlende Anerkennung der geleisteten Arbeit, während das Unternehmen hohe Gewinne verzeichnet.
Die Löhne im Betrieb liegen so niedrig, dass der Abstand zum gesetzlichen Mindestlohn immer kleiner wird. Gleichzeitig steigen Mieten und Lebenshaltungskosten. Langjährige Beschäftigte sehen kaum finanzielle Entwicklung trotz Erfahrung und Verantwortung. Das erhöht das Risiko, dauerhaft in prekären Verhältnissen zu bleiben.
„Ohne die Kolleginnen und Kollegen an Kasse, Einlass, Gastronomie und in der Technik läuft kein Betrieb. Wer mit Kino Geld verdient, muss die Arbeit vor Ort fair bezahlen und verlässlich organisieren“, sagt Ferhat Altan, zuständiger Landesfachbereichssekretär bei ver.di.
Die Beschäftigten fordern:
Keinen Stundenlohn unter 16 Euro
Deutliche Lohnerhöhungen für langjährig Beschäftigte
Anhebung der Jahressonderzahlung auf 880 Euro
Kinos sind Teil der kulturellen Infrastruktur, auch in einer Studierendenstadt wie Mainz. Damit sie funktionieren, braucht es Arbeitsplätze, die Perspektiven bieten und zum Leben reichen. Während des Streiks ist mit erheblichen Verzögerungen im Betriebsablauf zu rechnen. Die nächste Verhandlungsrunde mit CineStar findet am 17. Februar 2026 statt.
















