KREIS ALTENKIRCHEN – Eine Hommage an das Fachwerk im Kreis Altenkirchen
KREIS ALTENKIRCHEN – Eine Hommage an das Fachwerk im Kreis Altenkirchen – Kreis gibt neues Buch heraus – auch als Dank an alle privaten Eigentümer
Im landschaftlich durchaus heterogenen Kreis Altenkirchen ist es das alles verbindende Element. Kein Weiler, kein Dorf und keine Stadt, in dem es nicht zu Hause ist. Mal deutlich in die Jahre gekommen, in der Regel aber gut erhalten und gepflegt, manchmal sogar herausragend präsentiert: Das Fachwerk mit seinen Holzbalken und Gefachen begleitet die Menschen in der Region und alle Besucher auf Schritt und Tritt.
Die typische Bauweise des Westerwaldes und des Siegerlandes aus vergangenen Zeiten prägt häufig genug das Erscheinungsbild einer ganzen Gemeinde – und hat es daher mehr als nur verdient, mit einem eigenen Buch gewürdigt zu werden. Genau das ist jetzt unter dem Titel „Fachwerk im Kreis Altenkirchen“ geschehen, herausgegeben von der Kreisverwaltung.
„Es war und ist mir ein Anliegen, auf die kleinen und großen Fachwerkschätze aufmerksam zu machen – denen mit dem vorliegenden Buch ein Dankeschön zu sagen, die sich um den Erhalt ursprünglicher Fachwerkhäuser bemühen, Häuser aus den alten Zeiten pflegen, sie sanieren und restaurieren“, heißt es von Landrat Dr. Peter Enders im Vorwort. Das Buch zeige eindrucksvoll am Erhalt von wundervollen Häusern, wie lebendig der Landkreis sei. Die einen bewahrten eine Familientradition, andere wiederum hätten sich in Form eines Fachwerkhauses einen Lebenstraum erfüllt, so Enders.
Redaktionell betreut und konzipiert wurde das Buch von Solveig Ariane Prusko, Mitarbeiterin der Kreisverwaltung, die Hunderte Fotos gesichtet, eine Auswahl getroffen sowie bei Eigentümern und vielen anderen Quellen Informationen zusammengetragen hat. Auch wenn das Buch nur einen Ein- und keinen lückenlosen Überblick biete, könne man den Kreis auf diese besondere Weise kennen und schätzen lernen. Und wenn dann noch die Lust entfacht werde, diese Orte „live“ zu erkunden, „dann hätte dieses Buch das Größte erreicht“, betont Prusko.
Auf knapp 150 Seiten werden die Leserinnen und Leser auf eine Reise durch alle Verbandsgemeinden mitgenommen (mit Schwerpunkt auf die VG Altenkirchen-Flammersfeld), wobei zu etlichen Häusern eine genaue Beschreibung und Geschichte mitgliefert wird. Vorgestellt werden durchaus prominente Vertreter, wie etwa der Reinhardshof in Gieleroth, die „Alte Vogtei“ in Hamm (Sieg), das Hüttenschulzenhaus in Alsdorf oder die Zehntscheune in Daaden; aber auch viele Häuser, die bislang noch nicht im Fokus der Öffentlichkeit gestanden haben. Und mit einem Ausflug kurz hinter die Kreisgrenze nach Obermörsbach erzählt Landrat Enders sogar einen Teil der eigenen Familiengeschichte.
Das Buch erklärt zudem verschiedene Fachwerk-Arten und beleuchtet die speziellen Fachwerk-Bilder, die nicht nur der Stabilität einer Wand dienten, sondern immer auch mit einer gewissen Symbolik einher gehen. So soll z. B. die Figur des „Wilden Mannes“ Stärke zeigen und Unheil von Haus und Bewohnern abwenden. Abgerundet wird das Werk mit einem Gastbeitrag von Thomas Schiffmann. Der Bauhistoriker zeichnet mit sehr viel Detailwissen die Geschichte eines Fachwerkhauses nach, das bald in Scheuerfeld abgebaut wird, um es im Freilichtmuseum in Lindlar wieder zu errichten.
Herausgegeben werden konnte dieses Buch dank einer finanziellen Unterstützung der Stiftung der früheren Kreissparkasse Altenkirchen. Es kann ab sofort zum Preis von 20 Euro bei der Kreisverwaltung bestellt werden, und zwar unter der E-Mail-Adresse fachwerk@kreis-ak.de (bitte unbedingt die vollständige Adresse angeben). Der Versand erfolgt auf Rechnung.





















