ICE bei Windhagen: Notbremsung löst Feuerwehreinsatz auf Bahnstrecke aus
Windhagen. Ein ungewöhnlicher Zwischenfall auf der ICE-Strecke bei Windhagen hat am späten Donnerstagabend (5. November) einen Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst ausgelöst. Gegen 22:45 Uhr bemerkte der Lokführer eines ICE auf Höhe der Ortslage Günterscheid einen Aufprall und leitete eine Notbremsung ein. Da zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass der Zug mit einem Menschen zusammengestoßen war, wurden umgehend Einsatzkräfte alarmiert.
Die Feuerwehreinheiten aus Windhagen und Neustadt fuhren mehrere Punkte entlang der Bahnstrecke an, während die Einheit Fernthal in Bereitschaft blieb. Nachdem die Sperrung der Strecke bestätigt worden war, suchten mehrere Feuerwehrtrupps den betroffenen Abschnitt zu Fuß ab.
Reh als Ursache des Zusammenstoßes festgestellt
Bei der Suche stellte sich schließlich heraus, dass der ICE mit einem Reh kollidiert war. Beschädigungen am Zug wurden nach Angaben der Feuerwehr nicht festgestellt, sodass dieser seine Fahrt später fortsetzen konnte.
Neben Feuerwehr und Rettungsdienst waren auch die Landespolizei, die Bundespolizei sowie ein Notfallmanager der Deutschen Bahn an dem Einsatz beteiligt. Für die Feuerwehr war der Einsatz nach rund einer Stunde beendet.
Die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Asbach weist angesichts des Vorfalls auf die besonderen Gefahren an Bahnstrecken hin. Gerade ICE-Züge seien mit hohen Geschwindigkeiten unterwegs und hätten entsprechend lange Bremswege. Das Betreten der Gleisanlagen ist deshalb lebensgefährlich und verboten. Auch Einsatzkräfte dürfen die Gleise erst betreten, wenn die Strecke nachweislich gesperrt und die erforderlichen Sicherungsmaßnahmen getroffen worden sind.
Quelle: Feuerwehr der Verbandsgemeinde Asbach, Pressemitteilung vom 6. November 2026.


















