BURGLAHR – Wiedereröffnung des Alvenslebenstollens in Burglahr mit großem Besucherinteresse gefeiert

BURGLAHR – Wiedereröffnung des Alvenslebenstollens in Burglahr mit großem Besucherinteresse gefeiert

Der Alvenslebenstollen in Burglahr ist wieder zugänglich und für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Nach einer Modernisierung oberhalb des Stollenmundlochs konnte das historische Besucherbergwerk im Rahmen eines Stollenfestes am 19. Juli 2026 feierlich wiedereröffnet werden. Zahlreiche Gäste aus der Region kamen zusammen, um dieses besondere Stück Bergbau- und Heimatgeschichte zu würdigen.

Der Alvenslebenstollen wurde ab dem Jahr 1835 zur Entwässerung der Grube Louise angelegt. Die Anlage im GeoPark Westerwald-Taunus zählt zu den bemerkenswertesten technischen Bauwerken des historischen Bergbaus. Der Alvenslebenstollen steht nun als attraktiver Anlaufpunkt für Einheimische und Gäste zur Verfügung, die sich für Geschichte, Technik und die Entwicklung unserer Region interessieren.

Bürgermeister Fred Jüngerich, zugleich Vorsitzender des Fördervereins Bergbau- und Hüttentradition, begrüßte die zahlreichen Gäste. Unter ihnen befanden sich der Schirmherr der Veranstaltung, Andreas Tschauder, Direktor des Landesamtes für Geologie und Bergbau in Mainz. Die erste Vorsitzende des Naturparks Rhein-Westerwald, Fürstin Isabelle zu Wied, die Geschäftsführerin des Naturparks, Irmgard Schröer, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hamm (Sieg), Dietmar Henrich, zahlreiche Ortsbürgermeisterinnen und Ortsbürgermeister sowie der Zweite Kreisbeigeordnete Benjamin Geldsetzer und als Vertreter des Geoparks Michael Volkwein sowie Christoph Eul.

In seiner Ansprache würdigte Bürgermeister Fred Jüngerich die vielen Beteiligten, die zum Erhalt und zur Wiedereröffnung des Stollens beigetragen haben: „Die Wiedereröffnung des Alvenslebenstollens zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn viele Menschen gemeinsam an einem Ziel arbeiten. Neben Fördermitteln und der Unterstützung verschiedener Partner ist es vor allem das große ehrenamtliche Engagement, das dieses Projekt getragen hat. Genau dieses Miteinander macht unsere Region stark und zeigt, welchen Wert gelebtes Ehrenamt für unsere Gemeinschaft besitzt.“

Die Modernisierungsmaßnahmen konnten durch die Unterstützung von LEADER-Fördermitteln sowie durch Förderungen des Naturparks Rhein-Westerwald und das Kirchspiel Oberlahr/Burglahr umgesetzt werden. Einen besonders wichtigen Beitrag leisteten jedoch die vielen ehrenamtlich Engagierten, die sich mit Zeit, Ideen und großem persönlichen Einsatz für den Erhalt dieses besonderen Ortes eingesetzt haben.

Als Schirmherr der Veranstaltung sprach Andreas Tschauder, über die Bedeutung von Besucherbergwerken. Das Landesamt begleitet diese Einrichtungen insbesondere im Hinblick auf Sicherheit und Nutzbarkeit und leistet damit einen wichtigen Beitrag dazu, dass historische Bergwerke auch als touristische Ziele erhalten und erlebbar bleiben.

Der Zweite Kreisbeigeordnete Benjamin Geldsetzer betonte die Bedeutung des Alvenslebenstollens als Erinnerungsort und Verbindung zwischen Vergangenheit und Zukunft: „Der eine sieht ein technisches Bauwerk. Der andere ein Denkmal. Wieder andere sehen ein interessantes Ausflugsziel. Ich glaube aber, dieser Stollen ist noch viel mehr. Er zeigt uns, wo wir herkommen, schafft Identität und macht unsere Geschichte für kommende Generationen erlebbar.“

Fürstin Isabelle zu Wied hob ebenfalls die besondere Bedeutung des Alvenslebenstollens für die Region hervor und verwies auf die Menschen, die hinter diesem besonderen Ort stehen. Grußworte zu Bedeutung des Stollens im Geopark sprachen Michael Volkwein und Christoph Eul.

Organisiert wurde das Stollenfest gemeinsam durch den Förderverein Bergbau- und Hüttentradition, die Verbandsgemeindeverwaltung Altenkirchen-Flammersfeld sowie die Dorfgemeinschaft Burglahr, die für die Bewirtung der Gäste sorgte. Bürgermeister Fred Jüngerich dankte allen Beteiligten für ihren Einsatz und ihre Unterstützung.

Im Anschluss an den offiziellen Teil konnten die Besucherinnen und Besucher den Alvenslebenstollen bei Führungen erkunden. Das Interesse war groß. Die beiden ehrenamtlich engagierten Gästeführer Roswitha Fischer und Markus Beer konnten viele Besucherinnen und Besucher an diesem Tag durch den Stollen begleiten.

Auch für Kinder und Jugendliche wurde ein abwechslungsreiches Programm angeboten. Bei einer kreativen Mitmachaktion konnten Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwischen sechs und 16 Jahren ein Maskottchen für den Alvenslebenstollen entwerfen, das künftig die Bergbaugeschichte kindgerecht begleiten soll. Das ausgewählte Design wird zu einem späteren Zeitpunkt prämiert.

 

 

 

 

 

 

 

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