ALTENKIRCHEN – Wirtschaftsjunioren setzen 2026 auf politischen Dialog und klare wirtschaftliche Impulse

ALTENKIRCHEN – Wirtschaftsjunioren setzen 2026 auf politischen Dialog und klare wirtschaftliche Impulse

Der Vorstand der Wirtschaftsjunioren Sieg-Westerwald e. V. ist mit einem Austausch mit Landrat Dr. Peter Enders und Wirtschaftsförderer Lars Kober in das Jahr 2026 gestartet. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen aktuelle wirtschaftliche Herausforderungen im Landkreis sowie die Frage, wie der Dialog zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung weiter vertieft werden kann.

Ein zentraler Termin im Jahresprogramm der Wirtschaftsjunioren ist das Politikgespräch mit den Kandidatinnen und Kandidaten zur Landtagswahl Mitte Januar bei der Firma WERIT Kunststoffwerke in Altenkirchen. Die Wirtschaftsjunioren wollen dort drei Themen diskutieren, die viele Betriebe unmittelbar betreffen: den Abbau bürokratischer Hemmnisse, den anhaltenden Mangel an verfügbaren Gewerbeflächen sowie die Möglichkeit eines verkaufsoffenen Sonntags im Dezember zur Stärkung des stationären Handels.

Kreissprecherin Lara Imhäuser erläuterte die Erwartungshaltung der Wirtschaftsjunioren:
„Wir möchten wissen, wie die Kandidatinnen und Kandidaten die wirtschaftlichen Herausforderungen in unserer Region konkret angehen wollen. Es geht uns um nachvollziehbare Konzepte und um die Bereitschaft, Verantwortung für tragfähige Lösungen zu übernehmen.“

Ein weiterer Schwerpunkt des Jahresprogramms ist die Delegationsreise nach Berlin. Ziel der Reise ist es, regionale wirtschaftliche Herausforderungen unmittelbar in die Gespräche auf Bundesebene einzubringen und für praxisnahe Veränderungen zu werben. In einem persönlichen Austausch mit der Bundestagsabgeordneten Ellen Demuth wollen die Wirtschaftsjunioren konkrete Erfahrungen aus dem unternehmerischen Alltag schildern und aufzeigen, wo bestehende Rahmenbedingungen aus Sicht der Betriebe Anpassungsbedarf haben. Ergänzt wird das Programm durch Besuche beim DIHK sowie im Bundeswirtschaftsministerium, um wirtschaftspolitische Entscheidungsprozesse besser nachzuvollziehen und regionale Anliegen in einen größeren Zusammenhang einzuordnen.

Geschäftsführer Frederik Fein ordnete die Zielsetzung der Reise ein: „Wir wollen die Themen, die unsere Unternehmen vor Ort beschäftigen, dort ansprechen, wo politische Entscheidungen vorbereitet und getroffen werden. Der direkte Austausch in Berlin bietet die Möglichkeit, regionale Perspektiven sachlich darzulegen und Impulse für notwendige Veränderungen zu setzen.“

Landrat Dr. Peter Enders würdigte das Engagement der Wirtschaftsjunioren: „Der kontinuierliche Dialog mit den Wirtschaftsjunioren ist für den Landkreis von großer Bedeutung. Die Perspektive der jungen Wirtschaft liefert wichtige Impulse für die Weiterentwicklung unseres Landkreises.“

Mit ihrem Jahresprogramm 2026 setzen die Wirtschaftsjunioren Sieg-Westerwald gezielt auf Austausch, Positionierung und Vernetzung, um wirtschaftliche Interessen frühzeitig in politische Entscheidungsprozesse einzubringen und die Standortentwicklung aktiv mitzugestalten. Foto (Thorsten Stahl, Kreisverwaltung Altenkirchen)

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