ALTENKIRCHEN – Präventionstheater an vier Schulen
ALTENKIRCHEN – Präventionstheater an vier Schulen
Im Rahmen der Internationalen Woche gegen Rassismus war dieser Tage an vier weiterführenden Schulen im Kreis wieder das Präventionstheater „Radiks“ mit dem Stück „Wir waren mal Freunde“ zu Gast. Am Westerwald-Gymnasium Altenkirchen, der Westerwaldschule Gebhardshain, der IGS Betzdorf/Kirchen und der August-Sander-Schule Altenkirchen wurde den Jugendlichen dabei eindrucksvoll vor Augen geführt, wie schnell Vorurteile, fehlender Respekt und Intoleranz in einer Spirale der Gewalt münden können.
Basis des Theaterstücks ist eine dokumentarische Krimigeschichte: Vier Jugendliche kennen sich seit der Grundschule. Die ehemaligen Freunde treffen nach Jahren wieder aufeinander. Hintergrund ist ein Brandanschlag auf ein im Bau befindliches Asylheim und eine Schulprojektwoche zum Thema „Deine Zukunft“. Für Joscha (Pim Haensell) und Melek (Katharina Hasselmann), die beiden Hauptpersonen, beginnt eine Spurensuche: Warum haben sich im Laufe der Zeit so unterschiedliche Vorstellungen von Ehre, Religion, Herkunft, Respekt und sozialem Status entwickelt? Weshalb schenkt man diesen Vorstellungen und daraus möglicherweise resultierenden Vorurteilen so eine Bedeutung?
Thematisiert werden hier in sensibler und jugendgerechter Weise die Bedeutung von Respekt, sozialen Werten und gegenseitige Achtsamkeit insbesondere im Schulalltag. Das Stück wirft einen Blick auf Fremdenfeindlichkeit und Rassismus als Ergebnis von Vorurteilen, persönlichen Erfahrungen und Ängsten – das alles vor dem Hintergrund von Lebensentwürfen junger Menschen im Spiegel unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft.
Organisiert und finanziert wurden die Aufführungen vom Kinder- und Jugendschutz der Kreisverwaltung sowie dem rheinland-pfälzischen Bildungsministerium in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Schulsozialarbeit. Fotos: Kreisverwaltung / Yvonne Berndt


















