KREIS NEUWIED – Projekt Proherzschlag im Kreishaus Neuwied vorgestellt
KREIS NEUWIED – Projekt Proherzschlag im Kreishaus Neuwied vorgestellt – Nach dreijähriger Entwicklungszeit konnte Landrat Achim Hallerbach die Ersthelfer-App „ProHerzschlag“ nun im Kreishaus Vertretern der kommunalen Blaulichtfamilie und der Presse vorstellen.
Der Neuwieder Landrat Achim Hallerbach präsentierte das Pilotprojekt des Kreises Neuwied – Altenkirchen, dem Westerwaldkreis zur ersten Notversorgung bei Herz-Kreislauf-Stillstand gemeinsam mit Projektpartnern aus den Rettungsdiensten und der Gesundheitsregion Köln-Bonn. Über eine neue App ist es möglich, Ersthelfer bei Herz-Kreislauf-Stillstand einer Person zu alarmieren. Damit kann schon vor Eintreffen des Rettungsdienstes, mit lebensrettenden Maßnahmen begonnen werden. Wertvolle Minuten die über ein Schicksal eines Menschen entscheiden können. Das Ersthelfersystem ist eine zeitgemäße Ergänzung der bestehenden Rettungskette.
Das seit Mitte Juli 2026im Livebetrieb befindliche Projekt ,hat schon erste reale Alarmierungen erfolgreich durchführen können. Dr. Christian Voigt, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst für den Rettungsdienstbereich Montabaur erklärte, dass bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand jede Minute zählt, da ohne wirksame Wiederbelebungsmaßnahmen das Risiko für irreversibler Schäden schnell steigt. Das System kann zwar den Rettungsdienst nicht ersetzen, soll aber ergänzen, um die sogenannte therapiefreie Zeit möglichst kurz zu halten. Bei einem Notruf mit Verdacht auf Herz-Kreislauf-Stillstand wird der Rettungsdienst alarmiert, und parallel dazu registrierte Ersthelferinnen und Ersthelfer in einem Umkreis von zwei Kilometern benachrichtigt. Um zukünftig ein dichtes Netzwerk qualifizierter Ersthelferinnen und Ersthelfer aufzubauen, bietet der Landkreis Schulungen für Personen ohne medizinische Vorkenntnisse. Diese können eine Reanimationsschulung absolvieren, während medizinisch qualifizierte Personen ihre Qualifikation nachweisen und ein E-Learning abschließen können. (mabe) Fotos: Marlies Becker



























