ALTENKIRCHEN. Rüttelplatte im Wert von 15.000 Euro von der Baustelle gestohlen
ALTENKIRCHEN. Rüttelplatte im Wert von 15.000 Euro von der Baustelle gestohlen
Eigentlich wollte einer unserer Mitarbeiter am Mittwoch, 8. Juli nur Fotos von der Baustelle Freikirche Wölmersen, Kirche im Westerwald, im Driescheider Weg, machen, als einer der Bauleiter auf ihn zukam und berichtete, dass in der Nacht von Montag auf Dienstag eine nagelneue Rüttelplatte im Wert von 15.000 Euro von der Baustelle gestohlen wurde.
Keine Ahnung, wie die Täter das geschafft haben, so der sichtlich geschockte Mann. Der Bauzaun war unsachgemäß aufgeschnitten worden, und man konnte Spuren einer Sackkarre entdecken. Das Ding wiegt 700 Kilo. Ihm ist es ein Rätsel, wie das geschafft wurde. Natürlich hat man Anzeige bei der örtlichen Polizeibehörde erstattet. Es liegt auch eine Rechnung für das gestohlene Teil vor, aber ob die Versicherung zahlt, ist noch nicht sicher. Fakt ist, dass die Firma Schumann keinen Fehler gemacht hat und die Baustelle ordnungsgemäß abgesichert gewesen ist.
Die Bauarbeiten, die vor wenigen Tagen begonnen wurden, gehen zügig voran. Anwohner berichten, dass hier pausenlos gearbeitet wird. Nicht umsonst hat die Firma Schumann einen guten Namen und ist bemüht, das Projekt zügig abzuarbeiten. Die Freikirche will mit diesem Bauvorhaben die Kapazität verdoppeln. Die Kirche in Wölmersen hat ein Fassungsvermögen von rund 200 Besuchern. Im Driescheider Weg soll die Kapazität verdoppelt werden.
„Was ist das Geheimnis der Kirche“, wollte unser Mitarbeiter wissen. Es gibt keins, so die Antwort. Es sei ganz einfach der Glaube. Der Glaube daran, dass Jesus Christus unter uns lebt und dass Gott über uns wacht, aber auch leider nicht verhindern könne, dass Böses in der Welt geschehe.
Unser Mitarbeiter erinnert sich gerne an die Anfänge mit der Freikirche Wölmersen. Es war 1983. Der damalige Geschäftsführer Herbert Müller aus Helmenzen, heute 94 Jahre, lud ihn und seine Verlobte zu einer Reise nach Israel ein. Es war anlässlich einer Bibelausstellung in der Stadthalle. „Wir bezahlen Ihre Reise“, so Müller und übernehmen die Hälfte der Kosten für Ihre Verlobte. Die Reise hatte damals einen Wert von 2.500 US-Dollar. Die D-Mark stand 3,75 gegenüber der amerikanischen Währung. Eine Reise von unschätzbarem Wert. Und das für eine Sonderseite in der Rhein-Zeitung.
Die Reise führte in alle bedeutenden Orte des Heiligen Landes. Erinnerungen, die man nie vergisst. Das Gartengrab, steinig und leer. Der Geburtsort Jesu, die Geburtskirche. Momente, die sich in das Hirn eines Mannes einprägen und oft allgegenwärtig sind. Die Wanderung morgens um 3 Uhr auf den Berg Sinaï, um den Sonnenaufgang zu erleben. Da unser Mitarbeiter sportlich ist, hat er es geschafft als erster oben zu sein. Seine Verlobte wurde zweite, und gemeinsam genoss man den Sonnenaufgang in aller Stille. Es sind Momente für die Ewigkeit. Sogar Menschen mit Krücken waren auf diesem staubigen Weg unterwegs. Ihnen war keine Anstrengung zu viel.
Wie geht es weiter im Driescheider Weg? Die Planung ist, im Herbst 2027 die Einweihung feiern zu können. In diesem Zusammenhang sind die Vertreter der Gemeinde dankbar, dass die Baubehörde das Vorhaben relativ zügig genehmigt hat, obwohl sehr viel Papierkram abzuarbeiten war. Aber es sei alles unter modernsten baubehördlichen Auflagen beurteilt worden. Darauf ist die Gemeinde stolz, obwohl es Anwohner in Wölmersen gibt, die die Kirche gerne im Ort behalten möchten. Es ist ein Verkauf geplant und möglicherweise ist der neue Träger ein weiterer Zufluchtsort für Gläubige, so die Hoffnung eines Anwohners. (Werner Klak)
























