ALTENKIRCHEN – Kreistag unterstützt SPD-Vorstoß – Wunschhalt im Westerwaldbus wird geprüft
ALTENKIRCHEN – Kreistag unterstützt SPD-Vorstoß – Wunschhalt im Westerwaldbus wird geprüft
Einstimmig bei einer Enthaltung hat der Kreistag Altenkirchen einem Antrag der SPD-Fraktion zugestimmt, die Einführung eines sogenannten „Halten auf Wunsch“-Angebots im Liniennetz des Westerwaldbusses prüfen zu lassen. Ziel des Antrags ist es, den öffentlichen Nahverkehr insbesondere in den Abend- und Nachtstunden attraktiver, sicherer und alltagstauglicher zu machen. Künftig könnte es Fahrgästen ermöglicht werden, auf Wunsch zwischen regulären Haltestellen auszusteigen, sofern die Verkehrssituation und die Sicherheitsvorgaben dies zulassen. Das Konzept ist bereits in anderen Regionen erfolgreich im Einsatz. Die Münchner Verkehrsgesellschaft bietet „Halten auf Wunsch“ seit Jahren auf ihren Buslinien an, auch der Hamburger Verkehrsverbund setzt auf vergleichbare Regelungen. Die Erfahrungen zeigen, dass sich das Angebot unkompliziert in den laufenden Betrieb integrieren lässt und von Fahrgästen gut angenommen wird.
„Für viele Menschen im Kreis Altenkirchen endet die Busfahrt nicht an der Haltestelle. Oft folgt noch ein längerer Fußweg durch die Dunkelheit. Gerade in einem ländlichen Landkreis mit größeren Haltestellenabständen kann ein Wunschhalt einen Unterschied machen. Wer näher am Ziel aussteigen kann, fühlt sich sicherer und steigt vielleicht auch häufiger vom Auto auf den Bus um“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Colin Haubrich.
Die Kreisverwaltung wurde nun beauftragt zu prüfen, unter welchen rechtlichen und betrieblichen Voraussetzungen ein solches Angebot im Westerwaldbus-Netz umgesetzt werden könnte. Betrachtet werden sollen unter anderem Erfahrungen anderer Verkehrsunternehmen, mögliche Pilotstrecken sowie Auswirkungen auf Fahrzeiten und Betriebskosten. Die SPD-Fraktion begrüßt die breite Unterstützung des Antrags im Kreistag ausdrücklich.
„Von einem solchen Angebot könnten besonders Frauen, ältere Menschen, mobilitätseingeschränkte Fahrgäste und Jugendliche profitieren, die abends alleine unterwegs sind. Wenn wir mit einer einfachen und kostengünstigen Maßnahme dafür sorgen können, dass Menschen sicherer und komfortabler nach Hause kommen, dann sollten wir diese Möglichkeit ernsthaft prüfen. Genau deshalb freut uns die breite Zustimmung im Kreistag“, so Haubrich.



















