WISSEN – Now and Then – ABITURJAHRGANG 1974 DES KOPERNIKUS – GYMNASIUMS WISSEN TRAF SICH AM FRÜHEREN SCHULORT
WISSEN – Now and Then – ABITURJAHRGANG 1974 DES KOPERNIKUS – GYMNASIUMS WISSEN TRAF SICH AM FRÜHEREN SCHULORT
Der Mai 1974 war schon eine bewegte Zeit in Deutschland. So wählte man innerhalb von 24 Stunden in Bonn mit Walter Scheel den vierten Bundespräsidenten und mit Helmut Schmidt einen neuen Bundeskanzler, denn Gustav Heinemann trat nicht mehr an und Willy Brandt hatte sein Amt im Zuge der Guillaume – Affäre niedergelegt.
Daneben warf die Fußballweltmeisterschaft in der Bundesrepublik ihre Schatten voraus, und nur wenige Wochen später begann das Turnier, welches bekanntlich zum Titel für Beckenbauer, Overath und andere führen sollte.
Genau in dieser Zeit strebten die Schülerinnen und Schüler dreier Klassen am Wissener Gymnasium dem Abschluss ihrer schulischen Laufbahn entgegen. Mit dem Ende der mündlichen Prüfung am 28. Mai hatten alle bestanden und erhielten einige Tage später aus den Händen ihres Schulleiters Josef Twieg die Reifezeugnisse.
Oberstudiendirektor Twieg hatte Teile des Jahrgangs selbst in Physik unterrichtet und war auch der unermüdliche Förderer des Neubaus des Gymnasiums an der Pirzenthalerstrasse. Bis ins sehr hohe Alter war er als Leiter der Volkshochschule aktiv und er gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Initiative, die letztendlich zur Schaffung des „KulturWerks“ führte.
Ab dem Jahre 1994 begannen dann die regelmäßigen Treffen des Jahrgangs 1974 und man sah sich bis 2019 alle fünf Jahre immer am Pfingstsamstag in der Region an der mittleren Sieg. Jetzt – genauer gesagt seit 2022 – kommen die früheren Schülerinnen und Schüler im Abstand von zwei Jahren zusammen, um sich an die alten Zeiten zu erinnern.
Nach der „großen“ Feier zum 50-jährigen Jubiläum mit einer Schifffahrt auf dem Biggesee und der Besichtigung der „Attahöhle“ in Attendorn, galt es in 2026 die Geschichte der Stadt Wissen im Rahmen eines umfangreichen Rundganges zu entdecken. Dabei war es natürlich von besonderen Vorteil, dass die Stadtführerin nicht nur mit profundem Wissen den Wandel der Gemeinde vom Dorf zur Stadt darstellen konnte, sondern als Enkelin von Josef Twieg für einen besonderen Akzent sorgte. So erfuhren alle viele Neuigkeiten über die mehr als 1100 Jahre alte Ortschaft und manche Anekdote führte mindestens auch zum Schmunzeln.
Bei dem Treffen im Jahre 2022 hatte Mia Geimer-Stangier ihren Schulfreunden eine umfassende Führung durch die katholische Pfarrkirche „Kreuzerhöhung“ ermöglicht und dabei insbesondere die wertvollen Fresken von Peter Hecker erläutert. Wenige Monate später zerstörte und beschädigte bekanntlich der große Brand in dem Gotteshaus dann viele seiner Kunstschätze und auch die historische Orgel.
Beim Abiturjahrgang 1974 hatte dies große Bestürzung hervorgerufen und so entschied man sich anlässlich des Jubiläumstreffens 2024 zu einer Patenschaft für die neue Orgel. Die Patenschaftsurkunde datiert sinnigerweise auf den 28. Mai 2024, also auf den Tag genau 50 Jahre nach der Abiturprüfung. Von daher war es schön, das man dank der neuen Sakristanin der Pfarrei einen kurzen Blick in die renovierte und trotzdem veränderte Kirche werfen durfte und dabei auch das noch leere Gehäuse der alten Orgel sah, welches in den nächsten Wochen mit einem neuen Instrument versehen werden wird. „Ein Stück ist es dann auch unsere Orgel“ wurde von den Anwesenden durchaus mit etwas Stolz angemerkt.
Die früheren Schülerinnen und Schüler waren von der Stadtführung beeindruckt und mehr als begeistert. Man hatte manchen unbekannten Winkel kennengelernt und auch für die tollen Erläuterungen galt der Stadtführerin ein herzliches Dankeschön. Beim nächsten Treffen könnte vielleicht die Montangeschichte Wissens ein Thema sein.
Das Restaurant Bärenhof war dann der Ort des geselligen Ausklangs eines gelungenen Tages und der besondere Dank galt Mia Geimer-Stangier und Otmar Schuhen für ihre sehr gute Arbeit zur Vorbereitung und Durchführung des Treffens. Auf ein Wiedersehen in zwei Jahren.






















