RHEINLAND-PFALZ – SAARLAND – Zweitägiger Warnstreik bei den kommunalen Verkehrsbetrieben im Saarland
RHEINLAND-PFALZ – SAARLAND – Zweitägiger Warnstreik bei den kommunalen Verkehrsbetrieben im Saarland
Nach zwei Verhandlungsrunden zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und dem Kommunalen Arbeitgeberverband Saar (KAV Saar) ohne konkretes Angebot der Arbeitgeberseite ruft ver.di ab Freitag, dem 27.02.2026, 02:00 Uhr, bis Samstag, dem 28.02.2026, zum Ende der letzten Schicht zum Warnstreik auf. Es wird erwartet, dass der Busbetrieb weitgehend zum Erliegen kommen wird. Ab Sonntagmorgen soll der Betrieb wieder aufgenommen werden. Die Warnstreiks finden betriebsnah statt; einen zentralen Ort des Warnstreiks wird es nicht geben. Aufgerufen zum Warnstreik sind die Betriebe Saarbahn GmbH, Saarbahn Netz GmbH, Neunkircher Verkehrs GmbH, Fahrzeugservice Neunkirchen GmbH, Kreisverkehrsbetriebe Saarlouis GmbH (KVS/KVG), Völklinger Verkehrsbetriebe GmbH (VVB) sowie Verkehrsbetriebe Merzig-Wadern mbH (VMW).
Trotz zweier Verhandlungsrunden liegt bis heute kein Angebot der Arbeitgeber vor. Die ver.di-Tarifkommission fordert spürbare Verbesserungen der Arbeitsbedingungen sowie eine angemessene Entgeltsteigerung. Angesichts der steigenden Belastung im Arbeitsalltag und der wachsenden Anforderungen im öffentlichen Nahverkehr sind diese Forderungen nicht nur nachvollziehbar, sondern berechtigt und dringend notwendig.
„Die Kolleginnen und Kollegen leisten täglich einen unverzichtbaren Beitrag zur öffentlichen Daseinsvorsorge. Gute Arbeitsbedingungen und eine faire Bezahlung sind kein Luxus, sondern eine Frage des Respekts und der Wertschätzung“, betont Janosch Fegert, Gewerkschaftssekretär der Fachgruppe Busse und Bahnen.
Unverständlich ist für die Beschäftigten insbesondere, dass auch nach zwei Verhandlungsrunden kein Angebot vorgelegt wurde. Eine weitere Verhandlungsrunde ohne konkrete Reaktion auf die berechtigten Forderungen der Beschäftigten ist für sie nicht akzeptabel. „Wir lassen uns nicht abspeisen. Wer Verhandlungen ernst meint, muss auch verhandlungsfähig sein“, so Fegert weiter.
Mit dem zweitägigen Warnstreik soll nun ein klares Signal an die Arbeitgeberseite gesendet werden, endlich ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. Ohne Bewegung auf Arbeitgeberseite wird es auch keine Bewegung auf Seiten der Tarifkommission geben.
Die Beschäftigten stehen geschlossen und entschlossen zusammen. Wer täglich Verantwortung für Tausende Fahrgäste trägt, verdient Respekt und keinen Stillstand am Verhandlungstisch.
ver.di ruft zur Unterstützung der Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr auf. Gute Arbeitsbedingungen sind eine Voraussetzung für einen zuverlässigen und attraktiven Nahverkehr für alle.
















