BETZDORF-KIRCHEN – „Quantensprung für die berufliche Bildung“
BETZDORF-KIRCHEN – „Quantensprung für die berufliche Bildung“
Bei aller Sachlichkeit und engagierter Routine, die normalerweise den Alltag der Berufsbildenden Schule Betzdorf/Kirchen auf dem Molzberg prägt, war an diesem Morgen definitiv auch das Schwärmen und der Griff zu Superlativen erlaubt. „Heute ist ein besonderer Tag für die Schule und für den Landkreis Altenkirchen. Es ist ein Quantensprung für die berufliche Bildung.“ So umschrieb Schulleiter Michael Schimmel die aktuelle Gefühlslage bei der offiziellen Einweihung des neuen Techniktraktes. Dazu begrüßte er neben Kolleginnen und Kollegen auch Landrat Dr. Peter Enders, den 1. Kreisbeigeordneten Tobias Gerhardus sowie weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung, die das Projekt maßgeblich betreut hatten.
In der Tat markierte dieser Tag einen wichtigen Schritt auf dem Weg, auch die Berufsausbildung im Kreis in Richtung Industrie 4.0 zu führen. Mit der Lieferung zweier hochmoderner Maschinen für den technischen Unterricht vor wenigen Wochen ist dabei ein Meilenstein gesetzt worden. Die Fräse und die Drehmaschine wurden von Enders und Gerhardus jeweils mit einem symbolischen Knopfdruck in Betrieb genommen. Die alten Maschinen waren Anfang des Jahres verkauft bzw. versteigert worden.
Damit konnte das seit Jahren vorbereitete Projekt anrollen: Betreut vom Gebäudemanagement der Kreisverwaltung, begann zunächst der Umbau und Umzug der Holzwerkstatt. Diese wechselte in die Räumlichkeiten des alten Maschinenraums und machte so Platz für die Neuanschaffungen. Mittelbar profitiert von dieser Rotation auch der Bereich der Fahrzeugtechnik. „Wir haben hier nun völlig Unterrichtsmöglichkeiten“, berichtete Schimmel. Sein Dank galt im Namen der gesamten Schulgemeinschaft dem Kreis, der hier insgesamt eine Million Euro investiert hat.
Für Landrat Enders steht außer Frage, dass dieses Geld bestens angelegt ist, geht es doch auch und gerade um den Wirtschaftsstandort Kreis Altenkirchen. Technische Berufe stünden dabei im Zentrum der aktuellen und künftigen Herausforderungen. „Von Automatisierung, Robotik und Digitalisierung bis hin zu nachhaltiger Energie, Kreislaufwirtschaft und Medizintechnik – überall braucht es qualifiziertes Personal, das komplexe Systeme versteht, wartet, repariert und weiterentwickelt.“ Ohne moderne Ausstattung wie diesen neuen Techniktrakt würden Lernende nicht die Praxisnähe erhalten, die sie für erfolgreiche Karrieren brauchten, so der Landrat.





















