Wünsche drohen auf der Strecke zu bleiben
NEUWIED KREIS – Ohne finanzielle Landeshilfe drohen Wünsche auf der Strecke zu bleiben – Neuer Kreis-Nahverkehrsplan geht bald in die Anhörung – Der erste Entwurf des neuen Nahverkehrsplanes für den Landkreis Neuwied geht in Kürze in die Anhörung. Wie der zuständige Verkehrsdezernent und 1. Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach mitteilt, werden derzeit die jüngsten Beratungsergebnisse aus der letzten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Verkehr sowie des projektbegleitenden Arbeitskreises in die Anhörfassung eingearbeitet. „Wir haben vor“, so Achim Hallerbach, „Ende November die Unterlagen an alle zu beteiligenden Institutionen zu versenden und eine sechswöchige Anhörfrist einzuräumen. Parallel dazu wollen wir die Planungen auch auf unserer Homepage für alle Bürger/innen sichtbar machen um ggf. auch noch dabei ergänzende Anregungen und Vorschläge zum Thema ÖPNV zu erhalten.“ Ziel ist es, dass die Kreisplanung auch in der überregionalen Planung des Landes Berücksichtigung findet, damit eine weitere Verknüpfung mit anderen Verkehrsachsen erfolgen kann. Sehr intensiv wurde im Kreishaus in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Verkehr sowie des projektbegleitenden Arbeitskreises über den bis dato gemeinsam mit den Kommunen erarbeiteten Maßnahmenkatalog zur weiteren Entwicklung des ÖPNV im Landkreis Neuwied diskutiert. Auch die Bürgermeister der Verbandsgemeinden sowie der Stadt Neuwied waren eingeladen und aufgefordert, die seitens des Ingenieurbüros vorgelegten Vorschläge und Prüfaufträge zu bewerten, die künftig in den Gemeinden umgesetzt werden sollen. Dazu hatte das Planungsbüro für jede Verbandsgemeinde sowie für die Stadt Neuwied eine Übersichtskarte vorgelegt, anhand der im Einzelnen die Projekte genauer betrachtet werden konnten.
„Wir gehen davon aus“ so Achim Hallerbach, „dass wir auch noch im Anhörverfahren eine Vielzahl von Anregungen und Wünsche sammeln werden, über die letztendlich der Kreistag befinden muss. Dabei wird es allerdings auch um die spannende Frage der künftigen Finanzierung des ÖPNV gehen. Denn der Landkreis Neuwied ist bislang seitens des Landes Rheinland-Pfalz nur mit sehr geringen Mitteln für den öffentlichen Personennahverkehr ausgestattet, die heute bereits im vollen Umfang in den Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) fließen. Ich fürchte, dass ohne eine zusätzliche Finanzausstattung durch das Land viele Wünsche auf der Strecke bleiben werden“. „Inzwischen“, so Hallerbach abschließend, „wird nämlich immer deutlicher, dass ein gut funktionierender und akzeptierter ÖPNV nicht nur für die Schülerbeförderung sehr wichtig ist. Vielmehr mehren sich auch die Stimmen aus der Wirtschaft, dass die bedarfsorientierte Versorgung ein wesentlicher Standortfaktor für die Region darstellt“. Auch die touristischen Aspekte werden in der Planung besonders betrachtet. Um die Planungen auch allen öffentlich zugänglich zu machen, wird der Entwurf gleichzeitig zum formellen Anhörverfahren demnächst auch auf der Homepage des Landkreises www.kreis-neuwied.de eingestellt. Anregungen und Gestaltungsvorschläge sind dort jederzeit willkommen
FOTO: Der erste Entwurf des neuen Nahverkehrsplanes für den Landkreis Neuwied geht in Kürze in die Anhörung. Wie der zuständige Verkehrsdezernent und 1. Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach mitteilt, werden derzeit die jüngsten Beratungsergebnisse aus der letzten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Verkehr sowie des projektbegleitenden Arbeitskreises in die Anhörfassung eingearbeitet. (v.r.): Stephan Pauly, Geschäftsführer der VRM GmbH Koblenz, Achim Hallerbach, 1. Kreisbeigeordneter des Landkreises Neuwied, Helga Zoltowski, Mitarbeiterin der Kreisverwaltung Neuwied, Dr. Christoph Zimmer, Stephan Hajak und Oliver Schulz, BPV Consult GmbH Koblenz.


















