WISSEN – Er ist eine Erfolgsgeschichte fast ohne Beispiel: Der traditionelle Wohltätigkeitsbasar Wissen.

WISSEN – Er ist eine Erfolgsgeschichte fast ohne Beispiel: Der traditionelle Wohltätigkeitsbasar Wissen.

Ehedem „Jahrmarkt der katholischen Jugend“ hat er sich längst zu einer Großveranstaltung entwickelt, an der sich alle Generationen beteiligen. Am Wochenende war es wieder soweit. Der schon 57. (!) Jahrmarkt lockte wahre Menschenmassen die Siegstadt. Diesmal kommen die Reineinnahmen einer Hebammenschule in Sierra Leone zugute. Dort unterstützt man ein Projekt zur Verbesserung der Mutter-Kind-Gesundheit, so Angela Zeithammer seitens der federführenden Organisation action medeor bei der Eröffnung am Samstag Morgen.

Worte zur Begrüßung hatte zunächst Teamsprecher Johannes Bender gesprochen. Dann machte Julian Schmitz-Avila einige Anmerkungen. Er ist bekannt als Händler aus der TV-Sendung „Bares für Rares“ mit Moderator Horst Lichter und ist schon zum zweiten Mal als Schirmherr dabei. Weiterhin kamen Kreisbeigeordneter Tobias Gerhardus und natürlich Bürgermeister Berno Neuhoff zu ihrem Recht. Für die Geistlichkeit sprachen Pfarrer Marcus Tesch und Dechant Martin Kürten. Das Angebot war wieder kaum zu überschauen. „Zwei Tage lasst die Küche kalt, wir kochen dann für Jung und Alt!“ war als Motto durchaus wörtlich zu nehmen. An allen Ecken lockten Köstlichkeiten vom Feinsten.

Die Wissener Tafeln beispielsweise servierten Erbsensuppe und Spiessbraten und konnten schon jeweils am Nachmittag vermelden: Alles ausverkauft!“. Die heimische „Schmandmarie“ offerierte Pizza und Wissener Gymnasiasten backten wie immer am offenen Feuer leckere Waffeln. Starkes Gedränge herrschte im Flohmarktzelt und auch am Bücher- und Kunstartikelstand konnte man sich nicht über mangelndes Interesse beklagen. Währenddessen zogen eine ganze Reihe Losverkäufer über das Gelände und boten Gewinne am laufenden Band an. Martin „Martino“ Pabel, selbst oftmals Zauberkünstler beim Jahrmarkt, zeigte diesmal die faulen Tricks von betrügerischen Karten- und Hütchenspielern. Hoffentlich haben die Zuschauer einige Tipps mit nach Hause genommen und lassen sich nicht mehr über`s Ohr hauen.

Viel Wert legte man auch wieder auf ein anspruchsvolles Unterhaltungsprogramm. So gaben „Frau Kunze und die erste Klasse“, das Tanzhaus Bonn, „Soulmatic“ oder das Tanzcorps der Wissener KG Proben ihres Könnens. Sehr gut an kamen weiterhin „Jazzmin & Fellows“ und „Four Greeds“ mit Sängerin Vanessa. Das Kinderparadies mitten auf der Rathausstraße war ständig umlagert. Spannend wurde es dann bei der Losziehung am späten Sonntag Nachmittag. Als „Losfee“ mit verbundenen Augen agierte Dechant Kürten mit Griffen in die gut gefüllte Trommel. Denn Schlusspunkt setzten wie gewohnt André Schultheis und seine Tochter mit einer wahrhaft heissen Show. Beide agierten als Feuerkünstler und jonglierten mit brennenden Töpfen beziehungsweise schickten wahre Feuerbälle in den Himmel.

Die vielen Zuschauer zeigten sich begeistert und spendeten ausgiebig Applaus. Dann blieb es noch für Sprecher Johannes Bender, den gut 400 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern zu danken: „Was ihr tut ist wahrlich lobenswert!“. Auch den Jahrmarktsbesuchern aus nah und fern galt großes Lob: „Sie können sicher sein, dass der Reinerlös ausschliesslich dem Hilfsprojekt in Sierra Leone zugute kommt!“. Vergessen wurde auch nicht ein Dankeschön an die Anlieger rund um das Festgelände. Noch während der Feuerspuckershow machte man sich an den Abbau der Stände und Zelte. Und am Montag Mittag sah alles so aus als sei hier in der Stadtmitte nichts gewesen. (bt) Fotos: Bernhard Theis

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