Waldbreitbacher Kirmes mit „Wied in Flammen“
WALDBREITBACH – Waldbreitbacher Kirmes mit „Wied in Flammen“ – D
as beliebte Feuerwerk „Wied in Flammen“, zu dem wieder über 20.000 Menschen ins Wiedtal gekommen waren, ist noch gerade an dem Dauerregen vorbeigeschrammt. Die paar Tropfen, die am Samstagabend vom Himmel fielen, hatten der Stimmung keinen Abbruch getan.
Begonnen hatte der fünftägige Feiermarathon des Junggesellenclubs Waldbreitbach mit dem traditionellen Einholen des Kirmesbaumes am Donnerstag, 13. August. Damit begann traditionell das fünftägige Kirmesevent des Junggesellenclubs „Gemütlichkeit“ Waldbreitbach.
Ab 20:00 Uhr warteten die Zuschauer auf dem Parkplatz „Altes Kreuz“ mit Musik und Unterhaltung auf den Einzug der Junggesellen mit dem Kirmesbaum. „De Baum kütt“ hieß es um 21:00 Uhr . Da zogen die Junggesellen in den von Feuerwerk erleuchteten Ort ein. Am Freitag ging die Kirmes so richtig los. 16:00 Uhr wurde der bis dahin streng bewachte Kirmesbaum aufgestellt. Hier waren kräftige Männer gefragt, da der Baum nach alter Tradition ohne jegliche technische Hilfsmittel aufgestellt wurde.
Der Sonntag und der Montag waren zumindest für die Schaustteller eine Katastrophe. Bei den Fahrgeschäften an den Schieß- und Angelbuden war tote Hose. Nur vereinzelt investierten einige Jugendliche ihr Kirmesgeld beim Autoskooter. Anders im Festzelt. Am letzten Tag, dem Kirmesmontag, startete um 10:00 Uhr das Eiersammeln der Junggesellen. Ab 11:30 Uhr lockt dann der Dorffrühschoppen ins Festzelt. Bei einem zünftigen Mittagstisch zu kleinen Preisen und angenehmer musikalischer Unterhaltung, durch eine bunt gemischte Truppe der Musikvereinigung Wiedklang und Musikerfreunden aus der Umgebung, waren vor allem die Senioren und die einheimische Politprominenz gekommen.
Das absolute Highlight allerdings war der Montagabend mit Kölsche Tön mit „Kasalla“ und „Cat Ballou“. Viele Menschen aus dem Kreis und den Nachbarregionen bis hin zum Siegerland waren gekommen, um die Kölschrocker, die gerade ihr drittes Studioalbum veröffentlich hatten, zu erleben. Us der Stadt met K, sei, so sagen Insider, ein richtig gutes kölsches Rock-Album geworden, das den Zeitgeist und das Lebensgefühl der jüngeren Generation treffe. Auch das Konzert am Montag traf das Lebensgefühl der meist Karneval begeisterten Zuhörer. Anne Griffe aus Oberbieber war bereits auf drei Kasallakonzerten in diesem Jahr und Janina und Nele aus Niederfischbach hatten sich extra vom Papa nach Waldbreitbach bringen lassen. Das halbe Dutzend Oberlahrer Kasallafans war tunlichst am Ende des Festzeltes geblieben, denn vor der Bühne flogen einem die Ohren weg und vom Text war nichts mehr zu hören. Während des Konzerts bebte der Holzboden unter den Füssen von hunderten begeisterter Kasallafans.
Auf den Abschluss der diesjährigen Kirmes konnten Waldbreitbachs Junggesellen wieder echt stolz sein. Denn wer weiß, ob man die Senkrechtstarter Kasalla in ein paar Jahren aus dem Kirmes-Budget noch bezahlen kann und für Brings oder die Paveier, dann weit weniger auf den Tisch legen muss?
Nach der Kirmes ist vor der Kirmes und nun ist ein Jahr lang Zeit, die Highlights für die nächste Kirmes vorzubereiten. Die kommt bestimmt. Aber ob dann noch alle von den Organisatoren, Junggesellen sind, ist noch nicht klar, denn auf der diesjährigen Kirmes waren unwahrscheinlich viele sehr hübsche Mädchen (mabe) Fotos: Becker
































