Seminare zur Schulverpflegung erfolgreich weitergeführt

08 NR - SchulverpflegungDSC_3963NEUWIED – Seminare zur Schulverpflegung erfolgreich weitergeführt – Den Beginn der Sommerferien verbrachten einige Damen und Herren trotz schönen Wetters nicht im Schwimmbad, sondern nahmen an weiteren Modulen der Fortbildungsreihe „Schulverpflegung professionell gestalten“ teil. Angeboten wurden vier Veranstaltungen vom Gesundheitsamt Neuwied und verschiedenen Referentinnen der Ernährungsberatung am Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Westerwald-Osteifel. Zunächst ging es um rechtliche Bestimmungen, denn der Gesetzgeber fordert weitreichende Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit der Tischgäste. Ein umfassendes Hygienemanagement ist auch für Schulen Pflicht. Die ausgegebenen Speisen müssen von hygienisch einwandfreier Qualität sein. Sowohl für die Herstellung als auch für die Verteilung der Speisen hat das Personal entsprechende Qualifikationen nachzuweisen. Im Modul „Verpflegungssysteme gestalten“ gab es einen Überblick und eine Bewertung der in der Gemeinschaftsverpflegung üblichen Systeme. So können die Speisen in einer Frischküche unmittelbar vor dem Verzehr zubereitet werden. Dadurch ist ein frisches und variationsreiches Angebot für die Schüler möglich, allerdings verbunden mit hohen Betriebs- und Personalkosten. Weit verbreitet ist an  den Schulen die Warmverpflegung. Die Speisen werden in einer Zentralküche hergestellt, warm gehalten und angeliefert. Maximal drei Stunden dürfen zwischen Zubereitung und Servieren vergehen. Im Aufwind ist das System „Cook & Chill“. Hier wird auf industriell vorproduzierte gekühlte Waren zurückgegriffen. Einen interessanten Einblick in die Praxis brachte der Besuch der Küche im AWO Haus der Generationen. Küchenleiter Bernd Wild ließ die Seminarteilnehmer hinter die Kulissen schauen. Viele Tipps zur Zwischenverpflegung gab es im Modul „Powersnacks“. Eine gute Pausenmahlzeit liefert Energie und wichtige Nährstoffe zum Lernen und für den Sport. Besonderes Augenmerk wurde auf leckere und doch gesunde Snacks gelegt. Wenn es gelingt, die Schüler an der Pausenverpflegung zu beteiligen, durch Kioskdienst oder als Schülerfirma, ist die Identifikation mit dem Angebot besonders groß. Den Abschluss der Seminarreihe bildete das Modul „Essen ist mehr als Sattmachen“. Hier wurde den Einflussfaktoren nachgegangen, die zu einer Akzeptanz der Verpflegung beitragen. Denn nicht nur, was auf dem Teller ist, ist wichtig. Auch die Atmosphäre in der Mensa, die Geräuschkulisse oder die Organisation des Anstehens bei der Essensausgabe entscheiden darüber, ob Kinder und Jugendliche gerne in die Mensa gehen. Wenn die Bedeutung ausgewogener Mahlzeiten und der Wert der Lebensmittel auch im Unterricht thematisiert wird, kann das Verpflegungsangebot erfolgreich in das Schulleben integriert werden. Zum Abschluss der Seminarreihe wünschten sich die Teilnehmer fachlich weiter vom Gesundheitsamt und der Ernährungsberatung begleitet zu werden. So wird man bald verschiedene Schulküchen im Kreisgebiet besichtigen.

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