RHEINLAND-PFALZ – Tarifrunde im Handel in Rheinland-Pfalz und Saarland nimmt Fahrt auf
RHEINLAND-PFALZ – Tarifrunde im Handel in Rheinland-Pfalz und Saarland nimmt Fahrt auf
Die Tarifkommissionen Handel der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland haben sich am 11. Februar 2026 im Edith-Stein-Haus in Kaiserslautern getroffen, um die bevorstehenden Tarifrunden im Einzel- und Versandhandel und dem Groß- und Außenhandel vorzubereiten. Rund 50 Mitglieder der Tarifkommissionen analysierten gemeinsam die wirtschaftliche Lage der Branche und diskutierten die Situation der Beschäftigten vor dem Hintergrund der anhaltend hohen Inflation, insbesondere wegen stark gestiegener Lebensmittelpreise und Energiekosten.
Die Teilnehmenden waren sich einig, dass es eine deutliche und spürbare Erhöhung der Einkommen braucht. Viele Beschäftigte können ihre laufenden Kosten kaum noch decken. Gleichzeitig leisten sie tagtäglich wertvolle Arbeit unter hohem Druck, der durch den anhaltenden Fachkräftemangel zusätzlich verschärft wird.
Begleitet wurde die Tarifkonferenz von dem Autor und Satiriker Jean-Philippe Kindler, der mit seinem pointierten Beitrag zur Verbohrtheit mancher Arbeitgeberverbände für zusätzliche Energie und gute Stimmung im Saal sorgte.
Mit klaren Absprachen, guter Vorbereitung und kämpferischer Haltung gehen die Tarifkommissionen nun in die nächsten Schritte der Tarifrunden.
Ver.di-Landesfachbereichsleiterin und Verhandlungsführerin Monika Di Silvestre erklärt: „Der Handel macht Umsätze, aber zu viele Beschäftigte bleiben auf der Strecke. Wir wollen Löhne, die Sicherheit geben, und Bedingungen, die nicht krank machen.“
Zum 31. Mai 2026 sind alle Entgelttarifverträge für die rund 205.000 Beschäftigten im Handel in Rheinland-Pfalz und Saarland ausgelaufen. Die konkreten Forderungen werden die Tarifkommissionen im März beschließen.
















