RHEINLAND-PFALZ – Mehr Arbeitslose im Juli – Bätzing-Lichtenthäler: „Jugendliche von der Berufsorientierung bis zum erfolgreichen Abschluss begleiten“
RHEINLAND-PFALZ – Mehr Arbeitslose im Juli – Bätzing-Lichtenthäler: „Jugendliche von der Berufsorientierung bis zum erfolgreichen Abschluss begleiten“
Die Arbeitslosigkeit in Rheinland-Pfalz ist im Juli weiter gestiegen. Nach Angaben Arbeitsagenturen waren im Land in diesem Monat 130.542 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 3.693 mehr als im Juni und 2.396 mehr als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote stieg gegenüber Juni um 0,2 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent. Im Juli des Vorjahres lag sie bei 5,6 Prozent. Auch die Jugendarbeitslosigkeit hat sich erhöht: Die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen stieg im Vorjahresvergleich von 5,6 Prozent auf 6,1 Prozent.
Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler betonte in diesem Zusammenhang, insbesondere den Übergang von der Schule in den Beruf im Blick zu haben: „Viele Jugendliche beginnen in den kommenden Wochen ihre Ausbildung und damit einen neuen Lebensabschnitt. Auch wenn die Ausbildungsplatzsuche für die meisten jungen Menschen erfolgreich verläuft, zeigt die Entwicklung am Arbeitsmarkt, dass wirtschaftliche Veränderungen auch Auswirkungen auf die Chancen junger Menschen haben können. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten müssen wir sicherstellen, dass Jugendliche beim Übergang von der Schule in den Beruf die Unterstützung erhalten, die sie brauchen. Unser Ziel ist es, jungen Menschen gute Perspektiven zu eröffnen und sie auf ihrem Weg in Ausbildung und Beruf zu begleiten.“
Bätzing-Lichtenthäler hob vor diesem Hintergrund die Bedeutung der beiden Förderansätze „Jobfux“ und „Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen“ hervor, die aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) und des Landes gefördert werden. „Die Jobfüxe unterstützen Schülerinnen und Schüler beim Übergang von der Schule in eine Ausbildung ganz praktisch bei der Suche nach Praktika und Ausbildungsplätzen, bei Bewerbungen oder der Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche. Sie sind direkt vor Ort in den Schulen ansprechbar und begleiten junge Menschen auf ihrem Weg in den Beruf“, erklärte Bätzing-Lichtenthäler. Damit sei die Arbeit der Jobfüxe in vielen Fällen entscheidend für einen erfolgreichen Berufseinstieg.
In Rheinland-Pfalz sind aktuell 36 Jobfüxe im Einsatz, die von Kommunen und Schulverbänden umgesetzt werden. Die Jobfüxe sind dabei nicht nur in den Schulen vernetzt, sondern arbeiten auch mit den örtlichen Agenturen für Arbeit, den Kammern und den Betrieben in der Region zusammen.
„Ergänzend zu den Jobfüxen begleiten wir auch Jugendliche, die zwar einen Ausbildungsplatz gefunden haben, sich aber aus verschiedenen Gründen während der Ausbildung schwertun“, verwies die Arbeitsministerin auf den ESF+-Förderansatz „Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen“. Die aktuell sieben Projekte richten sich an Jugendliche in Ausbildung oder Einstiegsqualifizierung, die mit Problemen im Ausbildungsbetrieb, der berufsbildenden Schule oder in ihrem persönlichen Umfeld konfrontiert sind und deren erfolgreicher Abschluss dadurch gefährdet ist. „Unser Ziel ist es, junge Menschen so zu unterstützen, dass sie ihre Ausbildung erfolgreich abschließen können,“ so die Arbeitsministerin. Hierfür seien die Coaches in den Projekten nicht nur für die Jugendlichen selbst ansprechbar, sondern auch für die Ausbilderinnen und Ausbilder, Eltern und Lehrkräfte an den Berufsbildenden Schulen.
Die Projekte in den beiden ESF+-Förderansätzen „Jobfux“ und „Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen“ werden mit rund 1,28 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds Plus sowie mit 730.000 Euro aus Landesmitteln gefördert. Die Angebote unterstützen mehr als 3.200 Jugendliche im Jahr. Weitere Informationen zu den Förderansätzen „Jobfux“ und „Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen“ findet man im Internet unter: https://masffj.rlp.de/themen/arbeit/uebergang-schule-und-beruf.





















