RHEINLAND-PFALZ – Kundgebung vor dem Rathaus – Beschäftigte der Abfallwirtschafts-Gesellschaft Saarbrücken fordern Gerechtigkeit von Oberbürgermeister Conradt
RHEINLAND-PFALZ – Kundgebung vor dem Rathaus – Beschäftigte der Abfallwirtschafts-Gesellschaft Saarbrücken fordern Gerechtigkeit von Oberbürgermeister Conradt
Am Freitag, dem 5. Juni 2026, um 15 Uhr versammeln sich die Beschäftigten der Abfallwirtschafts-Gesellschaft Saarbrücken (ASS mbH) vor dem Rathaus. Gemeinsam mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordern sie den Abschluss eines Tarifvertrags. Hintergrund sind schlechte Bezahlung, hohe Arbeitsbelastung und mangelhafte Ausstattung. Da es sich bei der ASS mbH um eine 100-prozentige Tochter der Landeshauptstadt Saarbrücken handelt, sehen die Beschäftigten auch Oberbürgermeister Uwe Conradt in der Verantwortung.
„Wir leisten jeden Tag einen wichtigen Beitrag zur Daseinsvorsorge und zum Funktionieren unserer Stadt. Gleichzeitig werden wir als Beschäftigte zweiter Klasse behandelt“, sagt Kai Hamelmann, Fahrer und Mitglied der Tarifkommission. „Wir fordern die Anerkennung des TVöD für die Beschäftigten der ASS mbH, um diese Ungerechtigkeit zu beenden“, so Hamelmann weiter.
Tatsächlich ist das städtische Unternehmen bislang nicht tarifgebunden. Während die Beschäftigten des Zentralen Kommunalen Entsorgungsbetriebs (ZKE) direkt bei der Stadt angestellt sind, verdienen die Beschäftigten bei der ASS mbH deutlich weniger und arbeiten unter schlechteren Rahmenbedingungen.
„Der Umgang mit den Beschäftigten zeigt, dass die Landeshauptstadt ihrer sozialen Verantwortung als Arbeitgeberin nicht gerecht wird“, betont der zuständige Gewerkschaftssekretär Sebastian Balzert. „Vor dem Hintergrund steigender Lebenshaltungskosten und eines zunehmenden Vertrauensverlusts in die kommunale Daseinsvorsorge sendet die Stadt ein fatales Signal. Wir erwarten, dass die Verantwortlichen unverzüglich gegensteuern.“
In einer ersten Verhandlungsrunde am 20. April lehnte die Geschäftsführung der ASS mbH die Forderungen ihrer Beschäftigten ab. Oberbürgermeister Conradt war bislang nicht bereit, mit den Beschäftigten der städtischen Tochtergesellschaft persönlich zu sprechen.




















