RHEINLAND-PFALZ – Krankenstand in Rheinland-Pfalz sinkt leicht
RHEINLAND-PFALZ – Krankenstand in Rheinland-Pfalz sinkt leicht – Der Krankenstand unter Erwerbspersonen aus Rheinland-Pfalz lag im Jahr 2025 bei 6,2 Prozent. Im Jahr 2025 war jede Erwerbsperson aus Rheinland-Pfalz im Durchschnitt 22,5 Tage krankgeschrieben. Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Rheinland-Pfalz und im Saarland, sagt: „Unternehmen, die in die Gesundheit ihrer Beschäftigten investieren, tragen zur Vermeidung von Fehlzeiten durch die Verringerung gesundheitlicher Belastungen bei.“
Die Beschäftigten aus Rheinland-Pfalz waren im Jahr 2025 etwas seltener krankgeschrieben als im Jahr davor. Das zeigt eine repräsentative Auswertung der BARMER zu den bei ihr in dem Bundesland versicherten 181.000 Erwerbspersonen. Demnach lag der Krankenstand im Jahr 2025 bei 6,2 Prozent. An einem durchschnittlichen Kalendertag waren also von 1.000 Beschäftigten aus Rheinland-Pfalz 62 arbeitsunfähig gemeldet. Im Jahr 2024 hatte der Krankenstand in Rheinland-Pfalz mit 6,3 Prozent etwas höher gelegen. Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Rheinland-Pfalz und im Saarland, appelliert an die rheinland-pfälzischen Arbeitgeber, stärker auf betriebliches Gesundheitsmanagement zu setzen: „Gesunde und motivierte Mitarbeitende können Herausforderungen besser meistern. Das ist gerade in dynamischen Zeiten ein entscheidender Wettbewerbsvorteil“. Betriebliche Gesundheitsförderung komme nicht nur den Beschäftigten zugute, sondern lohne sich auch fürs Unternehmen.
Hauptursache für Arbeitsunfähigkeit: psychische Probleme
Wie aus der BARMER-Auswertung weiter hervorgeht, war im Jahr 2025 jede Erwerbsperson aus Rheinland-Pfalz im Durchschnitt 22,5 Tage krankgeschrieben (2024: 23,0 Tage). Davon entfielen die meisten Fehltage auf psychische Erkrankungen wie Depressionen (4,7 Tage, 2024: 4,7 Tage), Atemwegserkrankungen wie Grippe, Husten und Schnupfen (4,1 Tage, 2024: 4,4 Tage), Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenschmerzen (4,1 Tage, 2024: 4,2 Tage) sowie Verletzungen wie Bänderrisse und Verstauchungen (2,3 Tage, 2024: 2,3 Tage). „Unternehmen, die in die Gesundheit ihrer Beschäftigten investieren, tragen zur Vermeidung von Fehlzeiten durch die Verringerung gesundheitlicher Belastungen bei. Zugleich steigern sie der Einsatzbereitschaft und Leistungsfähigkeit von Mitarbeitenden“, meint Kleis. Auch seien Investitionen in ein betriebliches Gesundheitsmanagement in Zeiten des Fachkräftemangels für Arbeitgeber imagefördernd nach innen und außen.
Große regionale Unterschiede bei Krankschreibungen
Die BARMER-Daten zeigen teils erhebliche Unterschiede zwischen den 36 Landkreisen und kreisfreien Städten in Rheinland-Pfalz bei den Krankmeldungen. So gab es im Landkreis Kusel mit 28,6 Krankheitstagen die landesweit höchsten beruflichen Fehlzeiten je Erwerbsperson im Jahr 2025. Das waren über zehn Tage mehr als in Mainz (17,5 Tage) mit den wenigsten Arbeitsunfähigkeitstagen im Land. Bei psychischen Leiden kamen im Jahr 2025 die meisten beruflichen Ausfalltage je Erwerbsperson in Zweibrücken zusammen (8,0 Tage), was auch bundesweit der Höchstwert war. Die wenigsten Fehltage infolge seelischer Erkrankungen verzeichnete in Rheinland-Pfalz Mainz (3,7 Tage). „Auch kleine und mittlere Unternehmen können von einem betrieblichen Gesundheitsmanagement profitieren. Hier lassen sich gesundheitsfördernde Strukturen oft leichter umsetzen als andernorts“, erklärt Kleis. Betriebliche Gesundheitsförderung könne zur Beschäftigungs- und Zukunftssicherung von Unternehmen beitragen.
Q&A
Wie beeinflusst die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung die Statistik?
Seit Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) im Jahr 2021 werden Krankmeldungen vollständiger und digital erfasst. Seitdem fließen besonders kurze Fehlzeiten deutlich öfter in die Statistik ein als zuvor. Vor der eAU wurden Krankschreibungen zwar in der Regel am Arbeitsplatz vorgelegt, aber teils nicht an die Krankenkasse geschickt.
Welche Daten wurden ausgewertet?
Analysiert wurden die Daten von Erwerbspersonen, die im Jahr 2025 bei der BARMER versichert waren. Dazu zählen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte sowie Empfängerinnen und Empfänger von Arbeitslosengeld I. Die Daten wurden standardisiert und auf Grundlage von Angaben des Statistischen Bundesamtes auf die Erwerbsbevölkerung hochgerechnet.





















