RHEINLAND-PFALZ – Erwerbsbeteiligung von Frauen erhöhen und Fachkräfte sichern

RHEINLAND-PFALZ – Erwerbsbeteiligung von Frauen erhöhen und Fachkräfte sichern

Sabine Bätzing-Lichtenthäler: Erwerbsbeteiligung von Frauen erhöhen und Fachkräfte sichern. Im Mai ist die Zahl der Arbeitslosen in Rheinland-Pfalz weiter zurückgegangen. Wie die Arbeitsagenturen im Land meldeten, waren in diesem Monat 126.577 Menschen arbeitslos registriert. Im Vergleich zum April sind dies 2.695 weniger, aber 2.596 mehr als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 5,5 Prozent. Im Mai des Vorjahres lag sie bei 5,4 Prozent.

Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler stellte mit Blick auf die aktuellen Zahlen fest, dass der Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz auch durch die geopolitische Lage beeinträchtigt werde. Unabhängig von diesen Entwicklungen gebe es aus arbeitsmarktpolitischer Sicht Zielgruppen, die am Arbeitsmarkt benachteiligt sind. „Gerade mit Blick auf den Fachkräftemangel ist die Zunahme der substanziellen Frauenerwerbstätigkeit ein wichtiger Ansatzpunkt für die Arbeitsmarktpolitik der neuen Landesregierung“, betonte Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

Arbeits- und Frauenministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler wies in diesem Zusammenhang beispielhaft auf die Beratungsstellen Frau und Beruf hin, die das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen, Familie und Jugend aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus sowie aus Landesmitteln fördert: „Es sind nach wie vor in erster Linie Frauen, die ihre Erwerbstätigkeit familienbedingt beispielsweise aufgrund von Elternzeit oder Pflege von Angehörigen unterbrechen und danach in Teilzeit oder in einer geringfügigen Beschäftigung ins Erwerbsleben zurückkehren. Wenn diese Frauen nach der Familien- oder Pflegephase wieder beruflich aktiv werden möchten, sehen sie sich mit vielen Herausforderungen konfrontiert, die insbesondere in den vergangenen Jahren stetig gewachsen sind. Veränderte Kompetenzanforderungen, die fortschreitende Digitalisierung und die gleichberechtigte Aufteilung der Sorgearbeit in der Familie sind hier nur einige Stichworte. In diesem Dschungel sind die Beratungsstellen Frau und Beruf für Frauen auf ihrem Weg zur eigenständigen Existenzsicherung durch Erwerbsarbeit eine wichtige Anlaufstelle“, so Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

Die Beratungsstellen Frau und Beruf unterstützen Frauen mit einem umfassenden persönlichen Beratungs- und Unterstützungsangebot bei allen Fragen rund um ihren Wiedereinstieg oder ihre berufliche Neuorientierung. Sie richten sich an Frauen, die nicht erwerbstätig und bei der Bundesagentur für Arbeit weder arbeitslos noch arbeitssuchend gemeldet sind. Ebenso können Frauen beraten und betreut werden, die sich in einem Arbeitsverhältnis befinden, sich aber verändern wollen und beispielsweise von einem Minijob in ein reguläres Beschäftigungsverhältnis wechseln möchten. Damit schließen die Beratungsstellen eine wichtige Lücke für Frauen, die nur schwer Zugang zu regulären Unterstützungsangeboten erhalten, weil sie nicht im Kundensystem der Bundesagentur für Arbeit erfasst sind. Auch erwerbstätige Frauen können sich unabhängig vom Umfang ihrer Beschäftigung zu ihrer beruflichen Weiterentwicklung beraten lassen.

Im Jahr 2026 werden insgesamt sechs Beratungsstellen Frau und Beruf in Altenkirchen, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Bitburg, Landau, Mainz und Trier gefördert. Diese werden mit rund 436.000 Euro aus dem Europäischen Sozialfonds Plus sowie rund 463.000 Euro aus Landesmitteln gefördert.

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