MAINZ – CineStar Mainz: Warnstreik am 7. auf 8. März

MAINZ – CineStar Mainz: Warnstreik am 7. auf 8. März

Die Beschäftigten im CineStar Mainz streiken am 7. März 2026 auf den 8. März 2026 von 19:00 Uhr bis 03:00 Uhr. Anlass sind der Verlauf Tarifverhandlungen und das erste Arbeitgeberangebot, das die Arbeit im Kino praktisch auf Mindestlohn-Niveau festschreibt, während der Kinobetreiber hohe Gewinne verzeichnet. In der zweiten Verhandlungsrunde am 17. Februar 2026 in Berlin bot CineStar einen Einstiegslohn von 13,95 Euro pro Stunde an und damit nur wenige Cent über dem gesetzlichen Mindestlohn, flankiert von dem Hinweis, kostenlose Kinobesuche machten den Arbeitsplatz attraktiv. ver.di hat das als unzureichend zurückgewiesen und hält an der Forderung von mindestens 16 Euro pro Stunde sowie deutlichen Verbesserungen für langjährig Beschäftigte fest.

„Die Beschäftigten wollen nicht umsonst ins Kino gehen. Sie wollen für ihre gute Arbeit die gerechte Entlohnung bekommen. Der aktuelle Stundenlohn der Beschäftigten wird vom gesetzlichen Mindestlohn eingeholt. Gleichzeitig steigen Inflation, Mieten und Lebenshaltungskosten weiter an. Besonders langjährig Beschäftigte sehen sich dadurch mit der realen Gefahr von Altersarmut konfrontiert“, sagt Ferhat Altan, zuständiger Gewerkschaftssekretär bei ver.di.

Die zurückliegenden Warnstreiks haben Bewegung in die Verhandlung gebracht, ein tragfähiges Angebot liegt aber weiterhin nicht vor. Dass ein Abschluss möglich ist, zeigt die Tarifrunde beim Kinobetreiber UCI. Dort wurde nach der Verhandlungsrunde eine Einigung erzielt. Bei CineStar bleibt der Konflikt offen.

Neben der Bezahlung kritisiert ver.di den Umgang im Unternehmen und offene arbeitsrechtliche Fragen am Standort Mainz. Dort steht die Bezahlung von Betriebsratsmitgliedern derzeit noch aus. Außerdem gibt es Defizite bei der korrekten Erfassung von Arbeitszeiten. ver.di erwartet, dass diese Punkte umgehend geklärt werden.

Gefordert wird ein Stundenlohn von mindestens 16 Euro, deutliche Lohnerhöhungen für langjährig Beschäftigte sowie die Anhebung der Jahressonderzahlung auf 880 Euro. Kinos sind Teil der kulturellen Infrastruktur, auch in einer Studierendenstadt wie Mainz. Dafür braucht es Arbeitsplätze, die zum Leben reichen und Perspektiven bieten.

Ein tragfähiger Schritt der Arbeitgeberseite lässt noch auf sich warten. Bis zu den nächsten Verhandlungstermin am 31. März in Hamburg erwarten die Beschäftigten ein Angebot, das den wirtschaftlichen Möglichkeiten des Konzerns und der Verantwortung im Arbeitsalltag gerecht wird.

Während der Dauer des Warnstreiks ist mit erheblichen Verzögerungen im Betriebsablauf zu rechnen.

Beitrag teilen