KREISGEBIET – Heilerde hat als Naturheilmittel eine jahrtausendealte Geschichte

KREISGEBIET – Heilerde hat als Naturheilmittel eine jahrtausendealte Geschichte

„Meine Oma hat jeden Tag einen Löffel Heilerde zu sich genommen“, so einer unserer Mitarbeiter, „und sie ist, obwohl sie zwei Weltkriege ertragen musste, 79 Jahre alt geworden; friedlich nach dem Mittagessen eingeschlafen“. Wir wollten mehr über dieses Heilmittel wissen und haben recherchiert.

Heilerde hat als Naturheilmittel eine jahrtausendealte Geschichte. Ihre moderne, standardisierte Herstellung als sogenanntes gezähmtes Arzneimittel geht jedoch auf den Naturheilkundler Adolf Just zurück, der 1918 die Luvos-Heilerde erfand.

Schon im alten Ägypten, im antiken Griechenland sowie im Römischen Reich wurden heilsame Tonerden und Nilschlamm genutzt. Heilerde wirkt wie ein natürlicher Schwamm, ist ein sogenanntes Adsorptionsmittel, das im Körper überflüssiges Wasser ausscheidet. Darüber hinaus bindet es Bakterien, Toxine und Säuren und scheidet diese sanft aus dem Körper aus.

Heilerde, die meist aus Löss hergestellt wird, ist als Arzneimittel zugelassen und in Drogerien sowie Supermärkten günstig erhältlich. Es entfaltet seine gesundheitsfördernde Wirkung durch innere Anwendung oder auf der Haut und kann sogar auf Wunden aufgetragen werden. Zugleich ist das mineralische Pulver entzündungshemmend; Wunden heilen somit schneller. Als Gesichtsmaske hat „das Wundermittel“ unter anderem einen Anti-Akne Effekt. Es zieht Talg, Schmutz und Bakterien aus den Poren. Zudem lindert es rasch Sodbrennen und bindet die Magensäure, was durch ungesundes Essen hervorgerufen werden kann.

Weitere Eigenschaften sind die Linderung bei Durchfall und Normalisierung des Stuhlgangs. Blähungen werden reduziert und die Symptome des sogenannten Reizdarms werden gelindert. Heilerde bindet Cholesterin, vermischt es zu Brei und führt es langsam ab. Sie beruhigt chronische Hauterkrankungen, wie Schuppenflechte oder Neurodermitis. Bei Insektenstichen hat Heilerde eine kühlende Wirkung und der Juckreiz lässt nach. Heilerde kann auch die Wirkung der Antibabypille blockieren und sollte mit einem Abstand von zwei Stunden eingenommen werden. (Werner Klak)

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