KREIS ALTENKIRCHEN – Trauernde Kinder richtig begleiten
KREIS ALTENKIRCHEN – Trauernde Kinder richtig begleiten – Zwei Netzwerktreffen für Kindeswohl und Frühe Hilfen im Kreis
Wie groß und dicht geknüpft inzwischen das Netzwerk für Kindeswohl und frühe Hilfen im Kreis ist, zeigte sich dieser Tage wieder mal eindrucksvoll: Über 100 Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen, der Kindertagesbetreuung, der Jugendhilfe und dem Beratungswesen kamen zu zwei Treffen in der Betzdorfer Stadthalle und der Kreisverwaltung Altenkirchen zusammen, organisiert von Christina Weiper, der Netzwerkkoordinatorin des Kreises. Ziel war es, den Akteuren mehr Sicherheit im Umgang mit trauernden Familien und Kleinkindern zu vermitteln. Im Mittelpunkt standen daher Vorträge von Stephanie Witt-Loers vom Institut Dellanima, die bei beiden Veranstaltungen zum Thema „Trauernde junge Kinder von Beginn an bei Verlust, Tod und Trauer verstehen und begleiten“ referierte.
Sehr eindrücklich und praxisnah beschrieb Witt-Loers die Grundlagen der Trauerbegleitung und die Facetten der Trauer: „Die Verarbeitung eines Verlustes ist sehr individuell – und jede Verarbeitung hat seine Berechtigung. Das duale Prozessmodell der Trauerbewältigung (DPM) sieht ein Hin- und Herschwenken zwischen Verlustorientierung und Wiederherstellungsorientierung vor, um dem seelischen Schmerz immer wieder auch einen Gegenpol zu bieten.“
Die Referentin arbeitet seit mehr als 20 Jahren mit trauernden Familien und gründete 2008 das Institut Dellanima in Bergisch Gladbach. Neben Beratungen von Familien und Institutionen sowie der Leitung von Gruppen in verschiedenen Altersstrukturen schreibt Witt-Loers Bücher zum Thema und entwickelt Materialien, die die Themen „Trauer und Verlust“ enttabuisieren und greifbar machen – und das für jedes Alter, denn auch schon Babys und Kleinkinder reagieren auf Verlust und tragen die Trauer mit sich, bis sie emotional und kognitiv dazu in der Lage sind, das Geschehene zu verstehen. Dies kann dazu führen, dass die Trauer erst Jahre später zum Ausdruck kommt. Besonders war, dass die Teilnehmenden ein Geschenk von Trostteddy e.V. erhalten haben – ein kleines Kuscheltier, das in schweren Zeiten Trost spenden soll.




















