Insektenhotel eröffnet

Rheinbrohl  Insektenhotel 3744RHEINBROHL – Insektenhotel auf der Rheinbrohler Lay eröffnet – Das Wetter war gut, die Stimmung heiter bis ausgelassen. Feiertagsstimmung eben, dem Anlass angemessen. Der Arbeitskreis Kulturlandschaft Rheinbrohl (AKR) hatte zur Eröffnung seines neuen Insektenhotels auf die Rheinbrohler Lay eingeladen. Mit sichtlichem Stolz konnte Vorsitzender Hermann-Josef Heimbach zahlreiche Gäste begrüßen, die nicht nur das tolle Kunstwerk für die Insektenfauna bestaunen sondern sich auch mal wieder über den tollen Ausblick auf das romantische Rheintal erfreuen konnten. Zahlreich waren die ehrenamtlichen Naturschützer des AKR an der Hütte des Vereins am Bergweg erschienen. Auch deren Ehefrauen waren mit von der Partie. Sind sie es doch, wie Berthold Hühner betonte, die ihren Männern die notwendige Freizeit gewähren, um auf der Lay ihren regelmäßigen Arbeitseinsätzen nachzukommen. Das aktuelle Ergebnis dieser Aktivitäten wurde jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt. Das neue Insektenhotel, direkt am Rheinsteig gelegen, wurde seiner Bestimmung übergeben. Ein filigranes Kunstwerk, mit viel Sachverstand, Fleiß und Geduldsarbeit errichtet, steht nun hoch über dem Rheintal und kann Wanderer, Gäste und natürlich zahlreiche Insekten erfreuen und ihnen eine Heimat zur Vermehrung und Überwinterung bieten. Die äußere Holzkonstruktion, natürlich nicht gestrichen, scheint für die Ewigkeit erbaut zu sein. Franz-Josef Hessler hat hier erfolgreich Hand angelegt. Die „Insektenzimmer“ hat Dietmar Waldorf akribisch hergestellt und gekonnt eingerichtet. Obwohl noch nicht offiziell eingeweiht, waren schon einige Zimmer belegt. Ein Beleg dafür, dass von der Exposition bis zur Einrichtung alles richtig gemacht wurde. Auch die Gäste waren von dem „Kunstwerk“ beeindruckt. „Einen tollen Beitrag zur Artenvielfalt haben Sie hier geleistet“, betonte Kreisbeigeordneter Achim Hallerbach. „Nicht nur, dass aus ökologischer Sicht das Bauwerk hervorragend gelungen ist, auch die Rückseite mit den Informationen über Tier- und Pflanzenarten, die hier wirklich einheimisch sind, abgerundet über den Hinweis auf Johannna Loewenherz und ihr Geburtshaus in Rheinbrohl runden den Informationswert gekonnt ab“, so Hallerbach. Ortsbürgermeist Labonde zeigte sich ebenfalls erfreut und bedankte sich beim Landkreis für die Unterstützung. Dem AKR sagte er wöchentlich eine Flasche „Gebranntes“ als Schmierstoff zu. Ein besonderer Dank erging auch an Peter Scharrenbach, der eine finanzielle Unterstützung durch die RWE beisteuern konnte. „Ohne Landkreis und RWE wäre das Projekt nicht zu schultern gewesen“, stellte Hermann-Josef Heimbach abschließend fest, der sich auch für die fachliche Unterstützung beim Biotopbetreuer, Günter Hahn und Hans-Peter Job von der Naturschutzbehörde bedankte. Danach gab es frische hausgemachte Waffeln aus dem Ofenrohr und die nächsten Vorhaben wurden schon gedanklich projektiert.

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