[Fotogalerie] Simon-Juda-Markt in Altenkirchen begeistert bei schönstem Herbstwetter

Die Ausgabe 2026 des Simon-Juda-Markts fand am Freitag, dem 30. Oktober 2026, in der Altenkirchener Innenstadt statt. Mit rund 120 Verkaufsständen in der Fußgängerzone, auf dem Marktplatz und dem Schlossplatz bot der älteste Markt der Region – verbürgt seit 1314 – ein vielfältiges Angebot an Bekleidung, Haushaltswaren, Lebensmitteln, Süßwaren, Spielzeug und Handwerkserzeugnissen.

Eine begleitende kleine Kirmes mit Fahrgeschäften ergänzte am Nachmittag das Programm. Der Markt öffnete ab 8 Uhr morgens und endete am späten Nachmittag.

Wer sich früh durch den Nebel an Rhein und Wied in Richtung Altenkirchen aufgemacht hatte, erlebte die Kreisstadt bei strahlendem Sonnenschein und zweistelligen Temperaturen.

Für viele, besonders ältere Menschen, ist der Besuch des Marktes ein fester Bestandteil im Jahr. Man trifft dort Bekannte, die man schon ewig nicht gesehen hat, oder findet die Blumenzwiebel für den Vorgarten, die man schon immer gesucht hat.

Zur Mittagszeit gab es lange Schlangen vor den Buden mit Fisch und Pommes, Schokopfannkuchen oder Bratwurst. Gewusel am Sockenstand und wunderbarer Duft von gebrannten Mandeln aus dem Verkaufswagen von Zuckerbäcker Mertens aus Neuwied, dessen Vorfahren schon einen Stand hier betrieben haben.

Zwischen Lederwaren und Küchenmessern gab es Käsestände und Wurstwaren, die man in einer Wundertüte für 10 Euro erstehen konnte. Die einen standen am Schmuckstand und suchten Weihnachtsgeschenke, die anderen am Süßigkeitenstand und füllten Leckereien in die Tüten.

Spaß hatten alle, die ganz Kleinen wie auch Opa und Oma, deren Eltern schon früher Socken, Hemden und die Winterkleidung hier gekauft haben.

Die Zeiten haben sich geändert, obwohl das eine oder andere Teil im Sortiment der fliegenden Händler durchaus mit einer schicken Designerboutique hätte mithalten können.

Die Bekleidungsfachgeschäfte in Altenkirchen hatten übrigens ihre Angebote für diesen Tag mit kräftigen Rabatten versehen und lockten so den einen oder anderen Besucher in ihre Läden.

Auch wenn im Vergleich zu früher die Lücken zwischen den Verkaufsständen teilweise größer waren, hat der Markt auch nach so langer Zeit seine Anziehungskraft nicht verloren.

Text und Fotos: Marlies Becker

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