„Die Vollverschleierung in der Öffentlichkeit passt nicht in unser Land“
NEUWIED – „Die Vollverschleierung in der Öffentlichkeit passt nicht in unser Land“ – Erwin Rüddel kündigt Veranstaltungsreihe des CDU-Kreisverbands zum Thema ‚Flüchtlinge und Integration‘ an – „Vollverschleierung in der Öffentlichkeit lehne ich ab. Sie hat nichts mit religiösen Pflichten zu tun, sondern unterdrückt Frauen, dokumentiert eine ablehnende Haltung gegenüber zentralen Werten unserer Gesellschaft und ist einer erfolgreichen Integration zutiefst abträglich“, erklärte der CDU-Kreisvorsitzende Erwin Rüddel. Zugleich kündigt der heimische Bundestagsabgeordnete eine Veranstaltungsreihe des CDU-Kreisverbands Neuwied zum Thema ‚Flüchtlinge und Integration‘ an.
„Nirgends im Koran ist diese Kleiderordnung vorgeschrieben. Selbst Prof. Amna Nosseir, Mitglied des ägyptischen Parlaments und Professorin für Vergleichende Rechtswissenschaften an der islamischen Al-Azhar Universität in Kairo erklärt, dass der Vollschleier im Koran nicht gefordert wird“, sagte Rüddel weiter. „Burka und Niqab sind daher mitnichten ein unerlässlicher Bestandteil der Religionsfreiheit“, fügte er hinzu.
Unterstützt wird Rüddel vom Integrationsbeauftragten des CDU-Kreisverbands, Professor Dr. Wolfgang von Keitz: „Jeder Mensch ist zuallererst für sich selbst verantwortlich. Der Zwang zur Verschleierung ist ein sichtbares Zeichen für die Unterdrückung der Frau durch eine von Männern dominierten islamischen Welt. Wir positionieren uns deshalb eindeutig gegen die Vollverschleierung, um den muslimischen Frauen in unserem Land den Rücken zu stärken, sich gleichberechtigt in der modernen Welt von heute zu bewegen.“
Rüddel bedauerte die jüngste Weigerung der rot-grün-gelben Ampelkoalition in Mainz, sich in dieser Frage klar gegen die Ganzkörperverschleierung in der Öffentlichkeit zu positionieren. „Für uns in der Union bleibt es aber dabei, dass die Vollverschleierung gegen die Würde der Frau verstößt, dass sie der Emanzipation zentral entgegensteht, und dass sie deshalb nicht zu unserem weltoffenen Land passt.“
Zu der geplanten Veranstaltungsreihe des CDU-Kreisverbands erläuterte Rüddel: „Wir wollen das Thema ‚Flüchtlinge und Integration‘ sorgfältig und methodisch angehen. In der ersten Veranstaltung werden ethisch-moralische Themen im Vordergrund stehen. In der zweiten Veranstaltung wird es um das Thema Sicherheit gehen. Und in der dritten Veranstaltung werden wichtige regionale Akteure, wie die Arbeitsagentur, das JobCenter, die Kreisverwaltung, die Polizei und weitere Beteiligte zu Wort kommen und eingebunden.“
Der Integrationsbeauftragte Prof. von Keitz betont: „Für uns geschieht Integration in der Begegnung und im Austausch. Geschlechtertrennung unter dem Deckmantel der Religion geht zulasten der Frauen. Wenn wir ein vormodernes Frauenbild akzeptieren, geben wir die Gleichberechtigung auf. Beide Geschlechter sind aber gleichwertig. In unserem Land ist das ein nicht verhandelbarer Grundsatz. Die Vollverschleierung steht für eine Ablehnung unserer Werte. Andere europäische Länder haben bereits reagiert. Seit 2010 ist in Belgien und Spanien, und seit 2011 in Frankreich und den Niederlanden ist die Vollverschleierung durch entsprechende Gesetze untersagt. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat das in Frankreich bestehende Verbot der Vollverschleierung 2014 bestätigt.“
Erwin Rüddel stellt klar: „Falsch verstandene Toleranz trifft Mädchen und Frauen. Das wollen wir nicht hinnehmen. Das Kopftuch hat an Schulen und in Gerichten nichts zu suchen. Es im Straßenbild zu verbieten, ist Unsinn. Die Vollverschleierung hingegen hat in der Öffentlichkeit nichts zu suchen und sollte in Deutschland untersagt werden. Sie ist eine extreme Absage an die Gleichberechtigung der Frau.“
Der heimische Bundestagsabgeordnete bekräftigte, dass der CDU-Kreisverband Neuwied in diesen Fragen voll hinter der Landes- und Fraktionsvorsitzenden der CDU Rheinland-Pfalz, Julia Klöckner, stehe, die Rüddel abschließend mit folgenden Aussagen zitierte: „Wer unser Angebot einer freien, offenen Gesellschaft ablehnt, der ist nicht gezwungen, hier zu leben. Wer aber Frieden, Sozialsysteme und die Möglichkeiten unseres Landes gerne in Anspruch nimmt, aber die Gleichberechtigung der Frauen, ablehnt, der ist hier falsch und zerstört auf Dauer den Zusammenhalt einer Gesellschaft.“


















