„Anders Kunst – Kunst mal anders“ noch bis zum 4. Juni in der Kreisverwaltung zu sehen
ALTENKIRCHEN – Kreisverwaltung zeigt in einer Gruppenausstellung „Anders Kunst – Kunst mal anders“-
Ausstellungen heimischer Künstler gehören inzwischen in Altenkirchen, in der Kreisverwaltung, zum „täglichen“ Geschehen. In die unterschiedlichsten Bereiche reichen und ragen die Veranstaltungen und Ausstellungen in den Fluren der Kreisverwaltung. Die jüngste Ausstellung zeigt künstlerische Werke, Gestaltungen eines Personenkreises von denen man bisher nicht gerade von Kunstwerken sprach.
Im großen Saal der Kreisverwaltung vollzog Landrat Michael Lieber die Vernissage, hatte die Künstler und Gäste zum feierlichen Akt eingeladen. Der integrativer Chor “Geradeaus“ der Lebenshilfe Flammersfeld unter Leitung von Matthias Ludwig eröffnete musikalisch dieses Ereignis. Ludwig stellt in kurzen Erklärungen den Chor vor. Im Rahmen der Vernissage gab es Interviews mit Sabine Appah von der Kreativgruppe der Gelben Villa, Jochen Krentel, Geschäftsführer der Lebenshilfe und Gertrud Gerhardus, Luise Zimmermann, Lucie Koberski, alle Bewohnerinnen des Alten- und Pflegeheimes St. Barbara.
Im Rahmen der Reihe „Kunst und Kultur im Kreishaus“, zeigt man Bilder und Kunstwerke von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung. Gemeinsam für diese Ausstellung haben Menschen aus verschiedenen Einrichtungen gebastelt und gemalt und Kreatives geschaffen: Zu ihnen gehören das Mehrgenerationenhaus – Haus der Familie „Gelbe Villa“ in Kirchen, die Lebenshilfe im Kreis Altenkirchen, das Alten- und Pflegeheim St. Barbara Mudersbach, die Tagespflege „Sonnenblume“ des Marienhaus Altenzentrums St. Josef Betzdorf, die Tagespflege „Giebelwald“ der ökumenischen Sozialstation Kirchen, der Künstler Achim Deckert und die Jugendkunstschule im Kreis Altenkirchen.
Das Projekt wurde von der Sozialabteilung der Kreisverwaltung begleitet. Ebenso unterstützte das Netzwerk Demenz des Kreises das Kunstprojekt. Weitere Unterstützung leistete die RWE AG. Hermann Roth von RWE hat im Rahmen von „Mitarbeiter vor Ort“ dieses Inklusive Projekt durch die Übernahme von Materialkosten und durch aktives Mitgestalten gefördert. Ebenfalls hat die Stiftung der Kreissparkasse durch eine Spende an das Netzwerk Demenz dieses Projekt mit unterstützt.
Die geschaffenen Werke werden noch bis zum 4. Juli in den Fluren der Kreisverwaltung zu betrachten sein.
Im September 2013 fiel der Startschuss für dieses Projekt. Es gab eine positive Resonanz und insgesamt sieben Einrichtungen und ein Einzelkünstler stellten Werke für die Gemeinschaftsausstellung her. So entstanden in allen Winkeln des Kreises Kunstwerke. Daran waren Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen des Alten- und Pflegeheimes St. Barbara, der Jugendkunstschule im Kreis Altenkirchen, der Lebenshilfe, der Marienhaus Altenzentrum St. Josef Tagespflege „Sonnenblume“, des Mehrgenerationenhauses „Gelbe Villa“ des Seniorenpflegehauses Sonnenhang, der Tagespflege „Giebelwald“ sowie Alexander Deckert beteiligt.
Gemeinsam mit den unterschiedlichen Einrichtungen, sollten unter anderem psychisch kranke Menschen, Menschen mit Behinderung und Menschen mit dementieller Erkrankung die Möglichkeit bekommen, gestalterisch tätig zu werden und ihre Kunstwerke der Bevölkerung zur Verfügung zu stellen. Die „Künstler“ bekamen so die Möglichkeit, etwas über sich zu erzählen, aber eben nicht mit Worten, sondern bildhaft präsentiert. So können auch Aussagen transportiert werden, für die es keine Worte gibt. Der Fokus dieses Projektes, so Landrat Lieber in seiner Begrüßung, liege darauf, einen Brückenschlag zwischen „normal“ und „anders“ herzustellen und die Grenzen zwischen „normal“ und „anders“ verschwimmen zu lassen. Fotos: Rewa
























