ALTENKIRCHEN – Kreis hat rund 700 Balkonkraftwerke gefördert

ALTENKIRCHEN – Kreis hat rund 700 Balkonkraftwerke gefördert

Das Förderprogramm für private Balkonkraftwerke im Landkreis Altenkirchen ist abgeschlossen. Die hierfür bereitgestellten Fördermittel in Höhe von insgesamt 120.000 Euro wurden vollständig ausgeschöpft. Eine Antragstellung ist daher nicht mehr möglich.

Das Programm war Ende 2024 gestartet und wurde vollständig aus Landesmitteln im Rahmen des Kommunalen Investitionsprogramms Klimaschutz und Innovation (KIPKI) finanziert. Ziel war es, Bürgerinnen und Bürger aktiv an der Energiewende zu beteiligen, den Ausbau erneuerbarer Energien im privaten Bereich zu fördern und den Strombezug aus fossilen Energiequellen zu reduzieren.

Die Bilanz des Förderprogramms fällt positiv aus: Insgesamt wurden knapp 700 der kleinen, streckerfertigen PV-Anlagen mit einer Gesamtmodulleistung von nahezu einem Megawatt gefördert. Die Anlagen können zusammen jährlich rund 800.000 Kilowattstunden Solarstrom erzeugen. Ein Großteil dieses Stroms wird direkt in den jeweiligen Haushalten verbraucht oder mithilfe von Stromspeichern zeitversetzt genutzt. Durch die jährliche Einsparung von über 300 Tonnen CO2 wird das Klima nachhaltig entlastet.

Die förderfähigen Investitionskosten für die geförderten Balkonkraftwerke beliefen sich auf knapp 400.000 Euro. Obwohl Stromspeicher nicht Bestandteil dieser Förderung waren, wurden bei mehr als 40 Prozent der geförderten Vorhaben zusätzlich Speichersysteme installiert. Diese erhöhen den Eigenverbrauch des erzeugten Solarstroms deutlich und tragen gleichzeitig zur Entlastung der Stromnetze bei.

Landrat Dr. Peter Enders zeigt sich mit dem Verlauf des Programms sehr zufrieden: „Die große Nachfrage nach dem Förderangebot zeigt, dass viele Bürgerinnen und Bürger bereit sind, selbst einen Beitrag zur Energiewende zu leisten. Mit den geförderten Balkonkraftwerken wird künftig jedes Jahr eine erhebliche Menge klimafreundlichen Stroms direkt vor Ort erzeugt und genutzt.“

Bereits im vergangenen Jahr war das ebenfalls aus KIPKI-Mitteln finanzierte Förderprogramm für private Solarspeicher mit einem Fördervolumen von insgesamt 260.000 Euro nach vollständiger Ausschöpfung der Fördermittel beendet. Zusammen haben beide Programme wichtige Impulse für den Ausbau der Solarenergie im Kreis Altenkirchen gesetzt und die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Energieversorgung gestärkt. Foto: Kreisverwaltung / Thorsten Stahl

Foto: Klimaschutzmanager Stefan Glässner freut, dass das Förderprogramm für Balkonkraftwerke im Kreis so rege genutzt wurde.

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