ALTENKIRCHEN – Amy Winehouse Tribute – in der Stadthalle Altenkirchen
ALTENKIRCHEN – Amy Winehouse Tribute – in der Stadthalle Altenkirchen
Amy Winehouse, seit 15 Jahren ist diese einzigartige weltbekannte Soulsängerin verstorben. Am Samstagabend machte ihr „Zwilling“ Christine Ladda sie wieder lebendig. Die kölsche Künstlerin verkörperte die Londonerin mit Herzblut, Gefühl und einzigartigen Interpretationen.
Was hat diese englische Sängerin und Königin des Souls so besonders gemacht? War es ihre Traurigkeit, war es ihr Talent Millionen Menschen zu begeistern, die Mystik, die besondere Art sich zu bewegen oder ihr Sex-Appeal? Vielleicht war es die Mischung aus alledem. Obwohl Christine ihrem Idol niemals persönlich begegnet ist, auf der Altenkichener Bühne war sie authentisch, verführerisch, hatte den Humor, den nur die Briten haben und faszinierte sogar Sprachexperten, die glaubten, die Künstlerin sei von der Insel angereist.
Christine ist eine sympathische Persönlichkeit, die Backstage zunächst noch in ihrer Bühnenrolle ist, aber so langsam in ihren kölschen Dialekt verfällt. Ihre rheinische Frohnatur bringt sie rüber, auch, weil das Publikum sprachlich nicht immer folgen konnte, erst recht als sie nach Jack Daniels fragte und dann nach mehrfachem Bitten ein Wasser mit Sprudel bekam, das sie humorvoll als perlenden Wodka bezeichnete.
Kölscher-, gepaart mit britischem Humor, das ist, was das Amy Winehouse Tribute in der Person von Christine Ladda darbietet. Die attraktive junge Lady in ihrem goldenen Kostüm sei ein Hingucker, so äußerten sich viele der Besucher, zugegebenermaßen hauptsächlich die männlichen. Das Publikum war bunt gemischt und kam im Laufe des Abends immer mehr in Stimmung. „Bin ich das Schuld?“, fragte die Ausnahmekünstlerin, die hinter der Bühne zugibt, dass sie neben der Musik viele Aktivitäten ausübt, was man dieser quirligen Person mit ihren staksigen Bewegungen auf den Holzbrettern sofort glaubt. Sie benötigt mehr als zwei Stunden, um so auf der Bühne zu erscheinen, dass sie die Legende interpretieren kann. Alle 14 Tattoos des Originals sind aufgeklebt und wirken selbst bei nahem Hinsehen total echt. Es sind Andenken an den Vater mit Hufeisen, Cynthia als Pin-up-Girl erinnert an ihre Großmutter. Hinzu kommt Blake, der Name ihres Ehemannes, mit dem sie zwei Jahre verheiratet war. Amy war der absolute Familienmensch, so Kenner der Szene. „Ich komme nach Hause, wenn sich mein Körper am Besten fühlt“, beschreibt sie in einem ihrer Songs. Traurig wird es, wenn sie von ihrer Mutter singt, eines ihrer Lieblingslieder, wie sie selbst sagt.
Christine tritt mit ihrer 9-köpfigen Band, die aus inspirierten Vocals, Schlagzeuger, Trompeter, Saxophonist, Keyboarder und Gitarristen besteht, auf. Dass allesamt Vollprofis sind, ist unschwer zu erkennen. Die Kölnerin drückte ihre Traurigkeit darüber aus, dass ihr Vorbild so früh gegangen sei und an Alkoholvergiftung starb, mit 4,16 Promille in ihrem Haus aufgefunden wurde und überspielte es mit Samba-Rhythmen. Illegale Substanzen wurden bei der sensiblen Künstlerin damals nicht gefunden. Das Tribute ist fleißig mit Auftritten in Köln, München, Frankfurt, Leipzig und anderen großen Bühnen unterwegs. Dass sie in die Kleinstadt von Altenkirchen kamen, war ein Kunstgriff des Veranstalters. (Werner Klak)
- Foto: Mit rund 300 Besuchern war die Altenkirchener Stadthalle am Samstagabend restlos ausverkauft, als das Amy Winehouse Tribute Interpretation der Soul-Legende zum Besten gab. Foto: Werner Klak
- Foto: Mit ihrer 9-köpfigen Bigband zauberte das Amy Winehouse Tribute in der Person von Christine Ladda eine Atmosphäre in die Stadthalle, die an Niveau nicht zu überbieten war. Foto: Werner Klak
- Foto: Charmant, humorvoll und in einer 1:1 Version zum Original. So trat das Amy Winehouse Tribute Christine Ladda am Samstagabend in der Stadthalle auf. Der halbe Westerwald, war auf den Beinen, hatte man das Gefühl, scherzte einer der Besucher. Foto: Werner Klak


















