Wisserland aus der Vogelperspektive: Ballonfahrt an Allerheiligen mit besonderem Abschluss
Wissen/Mittelhof. Das Wisserland einmal von oben erleben: Diesen Wunsch erfüllten sich Marie Schroeder und Michael Holschbach am Allerheiligentag (1. November). Die beiden hatten eine Fahrt mit einem Heißluftballon gebucht und konnten ihre Heimat für etwas mehr als eine Stunde aus einer ungewohnten Perspektive betrachten.
Gestartet wurde bei Durwittgen in der Ortsgemeinde Mittelhof. Dort wurde die große Ballonhülle mit heißer Luft gefüllt, bis sich der Ballon schließlich vom Boden hob. Mit Pilot Rüdiger Utsch ging es anschließend in südwestlicher Richtung davon.
Wissen blieb rechts der Flugroute liegen, während der Ballon über die Köttingerhöhe und das Nistertal zog. Zeitweise erreichte er eine Höhe von knapp 1.500 Metern. Für die beiden Passagiere, die zum ersten Mal in einem Heißluftballon unterwegs waren, bot sich dabei ein besonderer Blick auf die Landschaft rund um Wissen.
Landung zwischen Hohensayn und Roth
Nach etwas mehr als einer Stunde steuerte Pilot Rüdiger Utsch eine Wiese zwischen Hohensayn und Roth an. Unmittelbar nach der Landung ließ er die Brenner noch einmal auflodern, sodass die Ballonhülle im Licht der Flammen erstrahlte.
Anschließend war Teamarbeit gefragt. Gemeinsam wurde die große Hülle zusammengelegt und zusammen mit dem Korb im Anhänger des Begleitfahrzeugs verstaut.
Traditionelle Ballontaufe zum Abschluss
Für Marie Schroeder und Michael Holschbach war das Erlebnis damit allerdings noch nicht vorbei. Weil beide ihre erste Ballonfahrt hinter sich hatten, stand die traditionelle Ballontaufe an.
Dafür mussten die beiden vor dem Piloten niederknien. Rüdiger Utsch entzündete bei der Zeremonie jeweils einen kleinen Haarschopf und löschte ihn anschließend mit Wasser. Damit wurden die beiden Neulinge nach alter Ballonfahrertradition in den Kreis der Ballonfahrer aufgenommen.
Mit dieser Ehrung ist auch eine wichtige sprachliche Regel verbunden: Wer einmal mit dem Ballon unterwegs war, spricht künftig von einer Fahrt und nicht von einem Flug. Wer sich nicht daran hält, muss nach der Tradition eine Runde ausgeben.
Für die beiden frisch getauften Ballonfahrer dürfte der Ausflug über das Wisserland jedenfalls noch lange in Erinnerung bleiben. (bt)




Text & Fotos: Bernhard Theis
















