ALTENKIRCHEN – Wirtschaft vor Ort im Gespräch mit der Landespolitik
ALTENKIRCHEN – Wirtschaft vor Ort im Gespräch mit der Landespolitik – IHK-Regionalbeirat Altenkirchen bringt zentrale Anliegen ein
Altenkirchen. Zu einem politischen Austausch trafen sich die Mitglieder des IHK-Regionalbeirats Altenkirchen mit den CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Matthias Reuber und Johannes Behner in der IHK-Regionalgeschäftsstelle Altenkirchen. Im Mittelpunkt standen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Rheinland-Pfalz und konkrete Anliegen der Unternehmen im Landkreis an die Politik.
Am Gespräch nahmen IHK-Vizepräsident Thomas Bellersheim (Bellersheim GmbH & Co. KG, Neitersen), Moritz Schumacher (Group Schumacher, Eichelhardt), Volker Hammer (Hammer GmbH, Altenkirchen) sowie IHK-Regionalgeschäftsführerin Kristina Kutting und IHK-Regionalberater Frederik Fein teil.
Ein Schwerpunkt des Gesprächs war die regionale Verkehrsinfrastruktur. Die IHK setzt sich für die Verbesserung der B8/B414 als Verbindung zwischen A3 und A45 ein. Dazu gehören insbesondere die geplanten Ortsumgehungen, unter anderem in Kircheib, Hasselbach, Weyerbusch und Helmenzen sowie auf der B414 in Kirburg und Nister-Möhrendorf.
„Eine leistungsfähige Verkehrsanbindung ist entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen. Lange Wegezeiten und fehlende leistungsfähige Verbindungen sind ein Standortnachteil. Deshalb müssen die Maßnahmen an B8 und B414 konsequent weiterverfolgt werden. Wo Ortsumgehungen noch nicht kurzfristig umgesetzt werden können, sollten auch Lösungen wie zusätzliche Überholmöglichkeiten geprüft werden“, so IHK-Vizepräsident Thomas Bellersheim.
Auch der Bürokratieabbau stand auf der Agenda. Die IHK fordert einfachere und schnellere Verwaltungs- und Genehmigungsverfahren, eine konsequente Digitalisierung sowie eine stärkere Prüfung neuer Regelungen auf ihre Auswirkungen auf die betriebliche Praxis.
„Bürokratieabbau muss bei den Unternehmen ankommen. Verfahren müssen einfacher und schneller werden. Es kann nicht das Ziel sein, dass Betriebe immer mehr Zeit für Anträge, Nachweise und Dokumentation aufwenden müssen“, betonte IHK-Regionalgeschäftsführerin Kristina Kutting.
Mit Blick auf die duale Berufsausbildung berichteten die Beiratsmitglieder von rückläufigen Bewerberzahlen, insbesondere im gewerblich-technischen Bereich. Gleichzeitig würden kaufmännische Berufe und Tätigkeiten in Verwaltungen von Schülerinnen und Schülern zunehmend als sichere berufliche Perspektive wahrgenommen. Aus Sicht des Regionalbeirats muss die Berufsorientierung deshalb frühzeitig ansetzen und die unterschiedlichen beruflichen Bildungswege stärker vermitteln. Insbesondere die Perspektiven einer dualen Ausbildung sollten bereits frühzeitig sichtbar gemacht werden.
Darüber hinaus wurde das Ladenöffnungsgesetz Rheinland-Pfalz thematisiert. Die IHK setzt sich für mehr Rechtssicherheit und weniger bürokratischen Aufwand bei verkaufsoffenen Sonntagen ein. Dazu gehört auch die Möglichkeit eines verkaufsoffenen Sonntags an einem der ersten beiden Adventswochenenden im Dezember.















