WÖLMERSEN – Ukraine-Tag der Kirche im Westerwald Wölmersen
WÖLMERSEN – Ukraine-Tag der Kirche im Westerwald Wölmersen
Rund 250 Teilnehmer feierten am Sonntag, 16. August bei idealen Wetterbedingungen ein Fest, das unter die Haut ging. Viele fleißige Helferinnen und Helfer machten es möglich, dass der Tag zu einem besonderen Erlebnis wurde.
Los ging es nach dem Gottesdienst mit den letzten Vorbereitungen. 120 Brote schneiden, etliche Bleche Kuchen, zwei Kisten Eisbergsalat und Gurken schneiden. Viele hatten zu Hause etwas vorbereitet. 56 kg Hähnchenfleisch, das an Spießen gegrillt wurde, dazu 100 Würstchen. Das Grillgut war bis auf den letzten Rest weg. Nur Kleinigkeiten blieben ansonsten übrig, die mit nach Hause genommen wurden. Alkoholfreie Getränke gingen in großen Mengen weg. Und das alles kostenfrei. Lediglich eine Spendenbox war aufgestellt. Der Inhalt kommt ausschließlich der Ukraine zugute und wird tatsächlich ankommen, wo es benötigt wird.
Beeindruckend der Vortrag einer Ukrainerin, die über vier Jahre mit ihren beiden Kindern in Kettenhausen wohnt. Ihr Mann ist in Kiev geblieben. Sie erklärte, wie warmherzig sie in der Gemeinde aufgenommen wurde und wie sie sich langsam öffnete.
Musikalisch wurde einiges geboten. Immer wieder zwischendurch das Gebet und die Hoffnung, dass der Krieg bald aufhört. Kinder und Jugendliche bemalten Kekse mit Lebensmittelfarbe, die den Soldaten geschickt werden. Sie malten Bilder für sie. Sehr ergreifende Momente. Einer unserer Mitarbeiter malte fleißig mit und war 11 Stunden im Einsatz, wie viele andere auch. Alles lief reibungslos, ohne ein böses Wort. Einer der Gläubigen verabschiedete sich mit den Worten, dass er in Kürze nach Kasachstan reist, wo er dort in einer Gemeinde hilft.
Trotz allem Leid war am Sonntag in Wölmersen eine Lebensfreude zu spüren, Tanzmusik, Kinderschminken, Informationsstände, die zeigten, was in den letzten Jahren erwirtschaftet wurde, um den Landsleuten vor Ort zu helfen. (Werner Klak)



























